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| 02:51 Uhr

LHC ist heiß auf die 3. Liga

Cottbus. Nach dem Aufstieg in die 3. Liga peilt der LHC Cottbus nach Aussage von Trainer Marcel Linge in der Staffel Ost Platz neun an. wsw

Die Lausitzer gehen dabei mit einem der kleinsten Etats der Liga an den Start. Sie wollen diesen Nachteil gegenüber der Konkurrenz mit unbändigem Ehrgeiz und Willensstärke ausgleichen. Der Gesamtetat des Vereins beträgt nach offiziellen LHC-Angaben 200 000 Euro. 50 000 Euro davon stehen den Männern für den Spielbetrieb zur Verfügung.

Mit Spielen auf Fußballtore und Basketballkörbe hatten die Aufstiegshandballer vom LHC in den zurückliegenden Tagen viel Spaß beim Bewegen auf dem Parkett der Lausitz-Arena. Doch nun wird es ernst. Denn die Bälle verschwinden für die nächsten Wochen in den Schränken, kündigte Trainer Marcel Linge an. Das Spiel mit den runden Dingern versinkt in dieser Zeit für die Jungs nur noch in schönen Erinnerungen. Ausdauerläufe, Zirkeltraining, Kraftübungen werden viel Schweiß strömen lassen und den Spielern manchen Seufzer über die Lippen kommen lassen.

Ein leises Stöhnen ist allerdings bereits verhallt, nämlich das nach der Staffeleinteilung durch den Deutschen Handball-Bund. Statt wie erhofft in der Nordgruppe starten zu können, erwischten die Cottbuser die vermeintlich spielstärkere Ostliga. Linge sieht darin inzwischen sogar Gutes. "Städte wie Dresden, Leipzig, Dessau sind unseren Fans vielleicht sogar besser bekannt als Beckdorf oder Großburgwedel und halten für die Fans interessante Derbys bereit."

Für Linge, der gemeinsam mit seinen Trainerkollegen Peter Melzer und Tobias Grafe das Team betreut, ist die dritthöchste Spielklasse weniger Abenteuer als viel mehr Herausforderung. "Abenteuer erlebe ich zu Hause mit meiner Familie. Im Sport bin ich dafür nicht zu haben", sagt der Mann, der als Spieler in Cottbus die 2. Bundesliga erlebt hat. Solche Erfahrungen besitzen aus der aktuellen Mannschaft nur noch Robert Michling und Martin Robert. Sie sind mit 28 beziehungsweise 26 Jahren die "Senioren" in einem Team mit überwiegend 20 und 21 Jahre jungen Akteuren, die fast alle durch die Talentschmiede Lausitzer Sportschule geprägt sind.