"Sauberkeit bei der Vorbereitung der Rohre ist das A und O", erklärt Klaus Gerber. Der Mitarbeiter der Firma TWB Tief- und Wasserbau Boblitz ist auf das PE-Schweißen bei der Verlegung von Rohren aus Polyethylen (PE) spezialisiert und Marcel Dokter geht ihm auf der Lübbener Baustelle zur Hand. Passgenau setzen sie die beiden Enden der Rohre zusammen, dann kommt eine Platte dazwischen, die auf 220 Grad Celsius aufgeheizt wurde. 25 Minuten dauert das Abkühlen - ohne Druck auszuüben, der zur Verformung der Rohre führen würde. Rund 100 Meter der blauen Trinkwasserleitung mit dem Durchmesser von 20 Zentimetern werden so am Tag verschweißt.

Auf rund 250 Metern wird die Leitung insgesamt erneuert, etwa 180 Meter werden grabenlos verlegt, wie Planer Armin Kießlich vom Cottbuser Ingenieurbüro Beer erklärt. "Das rund 60 Jahre alte Rohr musste ausgewechselt werden", sagt Uwe Blaseg, Sachgebietsleiter Wasser bei den Stadt- und Überlandwerken Lübben (SÜW). Die städtische Gesellschaft hat die Arbeiten in Auftrag gegeben und finanziert die Investition von rund 100 000 Euro aus dem eigenen Haushalt. Er rechnet mit einer Bauzeit von sechs Wochen. Für drei Wochen ist die Vollsperrung der Majoransheide ab Bahnhofstraße bis zur Kurve hinter dem Bahnübergang notwendig.

Während der Bauarbeiten geht der Zugverkehr ungehindert weiter. Für die Boblitzer Fachfirma birgt die Baustelle keine besonderen Schwierigkeiten. "Doch bei Arbeiten an der Bahn ist natürlich immer besondere Vorsicht geboten", sagt Tino Geppert von TWB. Bei der Bauberatung, die donnerstags vor Ort stattfindet, werden aktuelle Absprachen getroffen.