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| 16:30 Uhr

Zeitgemäße medizinische Versorgung
Leiden unheilbar Kranker lindern

Zum Team von Chefärztin Dr. Chris Neiße (hinten rechts) gehören Sozialdienstmitarbeiterin Kathrin Burandt (hinten links) sowie vorn von links: Maria Skyrde, Seelsorger Thomas Jaeger, Auszubildende Kopila Gurung, Physiotherapeutin Bettina Ullmann und Ergotherapeutin Lysann Buhlan.
Zum Team von Chefärztin Dr. Chris Neiße (hinten rechts) gehören Sozialdienstmitarbeiterin Kathrin Burandt (hinten links) sowie vorn von links: Maria Skyrde, Seelsorger Thomas Jaeger, Auszubildende Kopila Gurung, Physiotherapeutin Bettina Ullmann und Ergotherapeutin Lysann Buhlan. FOTO: Münch Ragnhild
Lübben. Die Spreewaldklinik Lübben baut die pallitivmedizinische Versorgung aus und ist koordinierende Zweigstelle des Palliative Care Teams in Rüdersdorf.

Seit mehr als fünf Jahren ist die Palliativmedizin im Klinikum Dahme-Spreewald etabliert. Dr. Chris Neiße ist die Chefärztin dieses Bereiches. „Wir versorgen Patienten mit einer weit fortgeschrittenen, unheilbaren Erkrankung im Rahmen einer stationären palliativmedizinischen Komplextherapie“, erläutert Dr. Neiße das Konzept. „Für unser Team steht die Linderung körperlicher und seelischer Beschwerden ebenso im Zentrum wie soziale und spirituelle Bedürfnisse. Dieses Versorgungsangebot wird ständig weiterentwickelt und ist jetzt mit der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, kurz SAPV, vollständig“, ergänzt die Chefärztin.

„Durch diese spezielle Versorgung bekommen schwerstkranke Patienten eine stabile Pflegesituation in ihrem eigenen zu Hause. Das entlastet zudem das private Umfeld“, erläutert die Kliniksprecherin Ragnhild Münch. „Neben der medizinischen und pflegerischen Unterstützung erhalten die Angehörigen Beistand auch in sozialen und rechtlichen Fragen sowie kompetente Gesprächspartner zur Bewältigung von Krankheit und nahendem Verlust“, so die Sprecherin weiter.

Unlängst wandte sich eine Familie mit einem Brief an die Leitung des Klinikums. „Wir möchten uns für die gesamte Behandlung und Betreuung recht herzlich bedanken“, schrieben Vater und Tochter einer Patientin. „Gerade in den letzten Stunden des Lebens wurden wir durch die Palliativmedizin und die Schwestern und Pfleger der Station sehr gut betreut. Wir fühlten uns nicht allein gelassen … alle hatten für uns Zeit und ein offenes Ohr.“

Die Spreewaldklinik Lübben hatte die Patientin sowohl stationär als auch koordinierend im Rahmen der spezialisierten Versorgung betreut und dafür auch die Angehörigen eingebunden. „Dank ist eine besondere Anerkennung. Dank für die Begleitung und Palliativversorgung eine Bestätigung, dass der Ausbau der palliativmedizinischen Versorgung eine wichtige Unterstützung für Kranke und ihre Familien ist“, sagt Ragnhild Münch.

Seit dem vergangenen Jahr ist die Spreewaldklinik Lübben koordinierende Zweigstelle des Palliative Care Teams (PCT) Rüdersdorf. Ermöglicht wurde dies durch eine Kooperationsvereinbarung mit der Krankenhaus und Poliklinik Rüdersdorf GmbH und dem dazu gehörenden Onkologischen Versorgungszentrum. So ist im Verbund mit Dr. Kerstin Stahlhut, der Chefärztin für Palliativmedizin und Ärztlichen Leiterin des Palliative Care Teams in der Immanuel Klinik Rüdersdorf, das Netzwerk weiter ausgebaut worden, dem Dr. Chris Neiße bereits seit Langem angehört.

Dieses Netzwerk ist ein interdisziplinäres Team aus Palliativärzten und spezialisierten Pflegediensten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Sozialarbeitern, Seelsorgern und Psychoonkologen. Das Netzwerk arbeitet eng mit den Abteilungen des Krankenhauses sowie mit niedergelassenen Haus- und Fachärzten zusammen. Es steht in engem Kontakt mit ambulanten Hospizdiensten sowie Sozialstationen, Pflegeheimen, Hospizen, Beratungsstellen, wie auch der Krebsberatungsstelle in der Spreewaldklinik und der Landesarbeitsgemeinschaft Onkologie (LAGO).

„Die Palliativmedizin ist fest in das Leistungsspektrum des Klinikums integriert“, sagt Michael Kabiersch, Geschäftsführer des Klinikums Dahme-Spreewald. „Die enge Verbindung mit dem Palliative Care Team Rüdersdorf und die Weiterentwicklung der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung sind wichtige Bausteine für eine medizinische Versorgung in ländlichen Regionen, die zeitgemäß ist.“

Regelmäßige Weiterbildungen am Klinikum für alle palliativ tätigen ambulanten Versorger und für Patienten und Angehörige zu speziellen Themen tragen zusätzlich dazu bei, die Bevölkerung der Region über die Möglichkeiten und Angebote der Palliativversorgung zu informieren.