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Gemeinde Märkische Heide
Groß Leuthen braucht einen Lebensmittelmarkt

Groß Leuthen. Bürgermeisterin Annett Lehmann ist im Gespräche mit einem Investor und setzt auf die regionale Entwicklung. Von Ingrid Hoberg

Die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes in Groß Leuthen steht für Bürgermeisterin Annett Lehmann (Pro Märkische Heide) ganz oben auf der Prioritätenliste. Es habe bereits Ende des vergangenen Jahres erste Gespräche mit einem Investor gegeben, der die Wirtschaftlichkeit aus seiner Sicht prüfen wolle. Mitte Januar erwartet sie eine Rückmeldung.

„Ein Markt mit Qualität wird ganz sicher angenommen. Davon ist auszugehen“, sagt die Bürgermeisterin zuversichtlich. Regionale Produkte seien immer mehr gefragt und die Verbindung zu anderen Verkaufseinrichtungen wie der BHG könne die Attraktivität des Standorts in Groß Leuthen noch erhöhen. Auch die Übernachtungszahlen, die im Vergleich zu 2016 wieder gestiegen sind, sprechen dafür. 45 000 Übernachtungen sind 2017 statistisch erfasst worden, einschließlich der Campingplatzzahlen, allerdings ohne Kleinvermieter mit weniger als acht Betten, so die Bürgermeisterin. Und alle Gäste, die auf der Suche nach Entspannung in der Nähe des Spreewaldes und der Städte Berlin, Dresden, Cottbus sind, wollen sich gut versorgen können.

Seit reichlich einem Jahr gibt es keinen Lebensmittelmarkt mehr in Groß Leuthen. Wie es bei der Nahversorgung mit Waren des täglichen Bedarfs weitergehen könnte, ist im September bei LR vor Ort diskutiert worden. Dabei waren in der Runde auch andere Standorte für eine Verkaufseinrichtung angeregt worden. Die Standortanalyse, die die Gemeinde 2017 von der DORV Zentrum GmbH durchführen ließ, sprach für einen Markt am Verwaltungssitz der Gemeinde.

Von Heinz Frey, Geschäftsführer der Gesellschaft aus Jülich, war die Idee eines Zentrums mit Dienstleistungen, Lebensmittelverkauf, sozialmedizinischer Versorgung und vielem mehr vorgestellt worden. Bürgerschaftliches Engagement ist dabei gefragt. „Ein DORV-Zentrum ist mehr als ein Einkaufsmarkt“, sagte er damals. Dieses Konzept, in verschiedenen Varianten nach den jeweiligen Bedürfnissen ausgebaut, werde inzwischen an etwa 40 Orten in Deutschland realisiert.