(red/kr) Der Landkreis Dahme-Spreewald stellt die Weichen für eine gemeinsam gestaltete Zukunft. Mithilfe der Bürger sowie der Kommunen gilt es, in den kommenden Monaten das neue Kreisentwicklungskonzept LDS 2030+ zu erarbeiten. Im Mittelpunkt des Strategiepapiers zur Kreisentwicklung stehen Leitlinien, die die Ziele und entsprechende Handlungsansätze für eine auch künftig erfolgreiche Gestaltung der Region verbindlich formulieren, teilt die Kreisverwaltung mit.

Das Kreisentwicklungskonzept, das kontinuierlich weiterentwickelt und aktualisiert wird, soll vielfältige Herausforderungen bündeln. Zentrale Fragen nach einem gemeinsamen Zusammenleben im Jahr 2030 und darüber hinaus sind zu beantworten: Wie kann und soll sich Dahme-Spreewald weiterentwickeln? Was ist für die Bürger des Landkreises dabei am wichtigsten? Welchen Stellenwert haben Arbeit und Familie, Freizeit und Natur, Bildung, Gesundheit, Sicherheit und Mobilität? Die Kreisverwaltung hat nach einem Kreistagsbeschluss das Unternehmen B.B.S.M. Brandenburgische Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH mit der Ausfertigung des Leitbild-Konzepts beauftragt.

Eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Erarbeitung von LDS 2030+ als informelles Planungsinstrument ist die Einbeziehung von öffentlichen Institutionen, Unternehmen, Sozial- und Kulturverbänden sowie Menschen aus unterschiedlichen Lebensbereichen der Region. Nur so lasse sich sicherstellen, dass Wissen, Erfahrungen und kreative Ideen gebündelt, Interessen miteinander verknüpft und Synergien geschaffen werden. Dies soll bei mehreren Workshops, in denen die Kreisverwaltung und Kreistagsabgeordnete zusammen mit kommunalen Akteuren und externen Experten Ziele und Projektideen diskutieren und weiterentwickeln, geschehen. Aktuelle Termine und weitere Informationen sind ab sofort unter www.dahme-spreewald.info/de/lds2030 abrufbar.

Um die Region fit für die Zukunft zu machen, ist vor allem die Meinung der Menschen gefragt. Je mehr an der Entwicklung beteiligt sind, desto stärker und vielseitiger kann eine Vision für einen lebenswerten Landkreis werden. Im derzeitigen Entstehungsprozess haben die Einwohner auf der LDS-Internetseite die Möglichkeit, ihre Ideen und Anregungen sowie Einschätzungen zur Kreisentwicklung über einen Online-Bürgerfragebogen mitzuteilen (https://lamapoll.de/Buerger_KreisentwicklungskonzeptLDS). Rückfragen können an das Dezernat für Kreisentwicklung, Wirtschaft, Finanzen und Sicherheit unter Telefon: 03546 20-1003 oder E-Mail an lds2030@dahme-spreewald.de gerichtet werden.

Landrat Stephan Loge: „Wir werden viel Zeit investieren, um Ideen zu sammeln, Diskussionen zu führen, Vorschlägen zu folgen und Hinweise der Bürger aufzunehmen. Ich hoffe, dass die Gestaltung unserer gemeinsamen Zukunft auf ein großes Interesse bei den Menschen im Landkreis stoßen wird. Nur wenn alle sich mit einbringen, kann der Kreisentwicklungsprozess erfolgreich sein.“

Das Kreisentwicklungskonzept soll im ersten Quartal 2020 fertiggestellt und im Kreistag beschlossen werden. Dabei gilt es in einem ersten Schritt, Stärken, Schwächen, Möglichkeiten und Risiken der derzeitigen Entwicklung zu identifizieren. Darauf aufbauend soll ein Leitbild für die Zukunft entwickelt werden, aus dem konkrete Maßnahmen abgeleitet und Strategien für ihre Umsetzung formuliert werden. LDS 2030+ beleuchtet ein breites Spektrum an Themen, wie wirtschaftliche und demografische Entwicklung, Wohnen und Umwelt. Die vielfältigen Herausforderungen konzentrieren sich darauf, wie Standortvorteile und somit Arbeitsplätze geschaffen beziehungsweise erhalten werden und soziale, kulturelle und touristische Angebote bedarfsgerecht weiterentwickelt werden können.