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| 12:45 Uhr

Ermittlungserfolg
Lausitzer Viehdiebe gefasst

Die Diebe waren professionell vorgegangen und hatten Landwirte in Brandenburg und Sachsen über viele Monate tyrannisiert.
Die Diebe waren professionell vorgegangen und hatten Landwirte in Brandenburg und Sachsen über viele Monate tyrannisiert. FOTO: Jens B¸ttner
Potsdam. Die Serie der Viehdiebstähle, die Brandenburg und Sachsen im Jahr 2017 beschäftigt haben, sind endlich aufgeklärt. Eine Bande aus Polen wurde ermittelt. Zum Teil sitzen die Täter schon in Haft. Von Bodo Baumert

Cottbus Es ist ein Erfolg, den Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke am Dienstag in Potsdam zu verkünden hat. Die Viehdiebe, die im vergangenen Jahr reihenweise Tiere, vor allem von Lausitzer Bauern, gestohlen hatten, sind endlich ermittelt. „Alle Fälle lassen sich auf eine Bande zurückführen“, so Mörke, Die Täter kommen aus Polen und sitzen dort teilweise bereits in Haft. Weitere Details will die Brandenburger Polizei derzeit noch nicht nennen, da die Ermittlungen in Polen noch laufen.

In 29 Fällen, zehn davon in Sachsen, hatten die Täter seit Ende 2016 zugeschlagen. Nachts waren sie an die Koppeln herangefahren, hatten die Tiere eingeladen und sich dann schnell aus dem Staub gemacht. 152 Tiere waren so gestohlen worden, für die betroffenen Landwirte ein immenser Schaden. In Polen, so der bisherige Ermittlungsstand der Polizei, haben die Täter die Tiere an Schlachthöfe weiterverkauft.

Dass man ihnen nun auf die Schliche kommen konnte, ist der guten Zusammenarbeit der polnischen und deutschen Ermittler zu verdanken. Beim Brandenburger LKA liefen die Ermittlungen in der Soko Koppel zusammen. Auch die sächsischen Fälle wurden hier aufgeklärt.

Dass es seit November vergangenen Jahres keine neuen Fälle mehr in der Lausitz gegeben hat, ist für die Ermittler auch keine Überraschung. Ein Teil der Täter saß schlicht im Gefängnis – aufgrund anderer Straftaten.