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Laufen macht Spaß und steckt an

Seit Schuljahresbeginn gibt es die Arbeitsgemeinschaft Laufen in der evangelischen Grundschule in Lübben. Die Bandbreite der Ziele reicht von der Stärkung der Durchhaltekraft bis zu großem sportlichen Ehrgeiz mit dem olympischen Gedanken im wahrsten Sinne des Wortes.
Seit Schuljahresbeginn gibt es die Arbeitsgemeinschaft Laufen in der evangelischen Grundschule in Lübben. Die Bandbreite der Ziele reicht von der Stärkung der Durchhaltekraft bis zu großem sportlichen Ehrgeiz mit dem olympischen Gedanken im wahrsten Sinne des Wortes. FOTO: Andreas Staindl/asd1
Lübben. Es läuft in der evangelischen Grundschule in Lübben. Seit Beginn dieses Schuljahrs gibt es dort eine Arbeitsgemeinschaft (AG) Laufen. Andreas Staindl / asd1

Etwa 20 Mädchen und Jungen machen bei der neuen Lauf-AG mit. "Ich finde es toll, dass ich mitlaufen darf", sagt Emma Kirsche. "Ich bewege mich gern, betreibe Leichtathletik im Verein in Lübbenau. Laufen ist super. Gemeinsam mit anderen Kindern macht das richtig Spaß." Auch Jule Ewert ist in der AG dabei. "Ich wollte es mal ausprobieren, weil meine Freundinnen auch mitmachen", erzählt die Sechstklässlerin. "Laufen ist ganz schön anstrengend. Doch wenn man etwas gewinnt, ist die Freude groß."

Die Mitglieder der Laufgruppe der evangelischen Grundschule gehören zu den schnellsten Läuferinnen und Läufern ihrer jeweiligen Altersklasse. Bei Wettkämpfen in der Region stehen sie regelmäßig auf dem Siegerpodest. Viel wichtiger ist den Übungsleitern jedoch, dass die Kinder es schaffen, eine Laufstrecke durchzuhalten. "Wir wollen, dass sie fit bleiben und sich auch in ihrer Freizeit bewegen", sagt Loreen Leichner. Sie gehört zu den Eltern, die mit den Mädchen und Jungen regelmäßig trainieren. Das Engagement zahlt sich offenbar aus. "Weil das Interesse so groß ist, mussten wir schon zusätzliche Trikots besorgen", erzählt Thomas Bartel.

Auch er engagiert sich als Übungsleiter in der AG, die von Markus Hinz geleitet wird. Der Leiter der Arbeitsgemeinschaft kümmert sich etwa um die Anmeldung für die Wettkämpfe.

Dort laufen dann auch Kinder der evangelischen Grundschule mit, die nicht in der Arbeitsgemeinschaft trainieren. Karl Tulke gehört zu ihnen; er besucht eine andere Arbeitsgemeinschaft. "Sport ist aber mein Lieblingsfach", erzählt der Viertklässler. "Ich habe frühzeitig gemerkt, dass ich schnell laufen kann." Deshalb startet er bei Laufveranstaltungen und gehört dort zu den Besten.

Layton Lukas aus der sechsten Klasse macht nicht nur in der AG mit, sondern spielt auch Fußball. "Ab der nächsten Saison spielen wir Großfeld", erzählt er, "da brauche ich Kondition". Und wofür entscheidet er sich, wenn seine beiden Sportarten parallel stattfinden? "Dann laufe ich lieber. Das macht mir noch ein bisschen mehr Spaß als Fußball." Für Thien Vandrey soll die Arbeitsgemeinschaft Laufen das Sprungbrett zu einer sportlichen Karriere sein. "Ich habe große Ziele", erzählt der Fünftklässler. "Ich möchte ab der siebten Klasse auf die Sportschule wechseln und später zu Olympia." Zwischen eineinhalb und drei Kilometer laufen die Kinder im Training. Trainiert wird im Lübbener Hain. "Laufen macht mir großen Spaß", sagt Pia Kirsche. "Ich halte schon die ganze Strecke durch."

Die Schüler ihrer Grundschule haben ohnehin einen langen Atem. Sie haben sich vor einigen Wochen am Schulwettbewerb "Run for school" beteiligt. Gesucht wurde die Schule mit dem längsten Atem. 31 Schulen aus ganz Brandenburg hatten sich beworben.

Die evangelische Grundschule in Lübben belegte den sechsten Gesamtplatz. Sie war die drittbeste Grundschule. Markus Hinz bewertet das Resultat als "sensationell und schönes Ergebnis für den ersten Versuch. Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei."

Diesmal sind 49 Kinder der Grundschule 15 Minuten, 25 Mädchen und Jungen 30 Minuten sowie 44 Kinder 60 Minuten durchgelaufen. Die Eltern wollen ihren Sprösslingen offensichtlich nicht nachstehen. Sie haben inzwischen eine eigene Laufgruppe in der evangelischen Bildungseinrichtung gegründet, wie Thomas Bartel sagt. Etwa zehn Frauen und Männer laufen dort mit. Sie und ihre Kinder haben die Laufszene im Spreewald bereichert.