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| 19:27 Uhr

Lübben
„Wir werden da etwas vors Loch geschoben“

LDS-Landrat Loge sieht keinen Grund, Normen für den BER aufzuweichen.
LDS-Landrat Loge sieht keinen Grund, Normen für den BER aufzuweichen. FOTO: dpa / Jörg Carstensen
Lübben. Prüfnormen für den BER einfach absenken? Was sagt der zuständige Landkreis Dahme-Spreewald eigentlich dazu? Die RUNDSCHAU hat nachgefragt bei Landrat Stephan Loge (SPD).

Herr Loge, welche Rolle spielt das Bauordnungsamt des Landkreises in den Genehmigungsprozessen rund um den Flughafen?

Loge: Wir erteilen die Genehmigungen für die Innutzungnahme. Voraussetzung sind die überörtlichen Prüfungen, die von Externen – zum Beispiel der Dekra oder dem TÜV – im Auftrag von uns und im vertraglichen Leistungsverhältnis mit dem Flughafen stattfinden. Diese externen Prüfer stehen aber trotzdem in einer unabhängigen Position zum Flughafen. Die Ergebnisse laufen dann wiederum bei uns zusammen. Wir werden dazuhin einbezogen in die noch ausstehenden Funktionsprüfungen vor Ort. Die abschließenden Zertifikate werden aber auf der Basis der überörtlichen Prüfungen gegeben.

Gibt es Anfragen, ob die Kriterien zugunsten des Prozesses gelockert werden sollten?

Loge: Wir bekommen indirekte und unverbindliche Hinweise, dass die Standards in anderen Bundesländern offenbar weniger hoch sind. Wir sollen da manchmal etwas vors Loch geschoben werden, habe ich das Gefühl.

Wie gehen Sie damit um?

Loge: Ich bin ganz klar dafür, die Sicherheitsstandards, die wir gesetzlich vorgeschrieben bekommen, auch einzuhalten. Leben und Sicherheit sind nicht mit Geld aufzuwiegen – und die Menschen müssen und sollen in diese Regelungen vertrauen können.

Mit Stephan Loge
sprach Ingvil Schirling

FOTO: dpa / Jörg Carstensen