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| 12:55 Uhr

Lübben
Landrat a.D. und Kreistagschef feiert 75. Geburtstag

Zum 75. Geburtstag von Martin Wille (SPD) gratulierte unter anderem Michael Kuttner (r.) als Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion. Zahlreiche Gäste waren am Donnerstag zum Empfang des Kreistagsvorsitzenden und Landrat a.D. gekommen.
Zum 75. Geburtstag von Martin Wille (SPD) gratulierte unter anderem Michael Kuttner (r.) als Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion. Zahlreiche Gäste waren am Donnerstag zum Empfang des Kreistagsvorsitzenden und Landrat a.D. gekommen. FOTO: Ingvil Schirling / LR
Lübben. Zum Ehrentag von Martin Wille versammelte sich eine bunte Mischung von Gästen am Kreistagssaal. Von Ingvil Schirling

Politiker, Sportler und Sportfunktionäre, Künstler und Verwaltungsmitarbeiter haben am Donnerstag dem Landrat a.D. und jetzigen Kreistagsvorsitzenden Martin Wille zum 75. Geburtstag gratuliert.

Der Jubilar hatte in den Vorraum des Kreistagssaals eingeladen und begrüßte dort eine „bunte Mischung“ von Gästen. Humorvoll und kurzweilig blickte er auf zehn Jahre „Ruhestand“ zurück, der in Wirklichkeit „Gottseidank“ nur ein halbes Jahr andauerte.

Sein Nachfolger als Landrat Stephan Loge (SPD) dankte Martin WIlle in seinem Grußwort für die Arbeit der vergangenen zehn Jahre und – auch mit Blick auf hin und wieder etwas bewegte Kreistagsversammlungen – eine Sitzungsleitung im Dienste der Sache.

Martin Wille selbst setzte bei seinem letzten Arbeitstag als Landrat vor fast genau zehn Jahren an, der mit dem Besuch bei dem damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler aus gleich zwei Gründen etwas sehr Besonderes war.

„In der Tat dauerte der so genannte Ruhestand ein halbes Jahr lang an“, setzte er ironisch fort, „aber dann gab es ja Gottseidank eine Kommunalwahl“, und das führte dazu, dass der SPD-Mann als Abgeordneter in den Kreistag einzog.

„Ich bin ja Sozialdemokrat“, nahm Wille bei dieser Gelegenheit auf die aktuelle Situation seiner Partei auf Bundesebene Bezug. „Wir sind mutig und tapfer, wir leiden, aber es wird auch wieder besser.“ Ein Abgeordneter müsse sich viel Zeit nehmen, brauche „ein bisschen was im Kopf, aber auch ganz viel Herz, das ist entscheidend“, sagte der Lübbener weiter.

„Es macht nicht immer viel Spaß, aber am Ende, wenn man etwas erreicht hat, ist man mit sich und der Welt und denjenigen, die vorher gestänkert haben, wieder versöhnt.“

Der Jubilar ging auch auf gesundheitliche Probleme ein, die im vergangenen Jahr ihn – „wie alle in dem Alter“ – beschäftigt hätten. Er dankte seiner Partnerin, Familie und Freundschaften für die Unterstützung und sagte dankbar: „Ich bin froh, dass ich alles überstanden habe und mit Freunden hier stehen darf“.

Sein Dank ging ebenso an die Vereine und Organisationen, „bei denen ich mitmachen darf“, sowie an „seine beiden Büros“, wie er augenzwinkernd sagte. Gemeint waren das Büro Landrat zu seiner Zeit als Verwaltungschef und das Büro Kreistag, mit dem er aktuell als Vorsitzender des Entscheidungsgremiums eng zusammenarbeitet.

„Sein“ ehemaliges Büro Landrat bezeichnete er als „kampferprobt“. Es habe schon zwei Landräte überlebt; „mal sehen, ob die Mitarbeiterinnen länger da sind als Stephan Loge“, bemerkte er.

Sein Appell war schon zu Beginn, dass insgesamt und allgemein mehr Toleranz als bisher gelebt werde. Zum Abschluss sagte er: „Gehen wir optimistisch in die nächste Zeit.“