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Landkreis verleiht Umweltpreis

Susanne Leber wird mit dem zweiten Preis ausgezeichnet.
Susanne Leber wird mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. FOTO: Kreisverwaltung
Lübben. Ein Dank an Menschen, die sich ehrenamtlich für Arten- und Naturschutz engagieren. Susanne Leber wird für ihren Einsatz in der Umweltbildung gewürdigt. red/SvD

Am Dienstag, einen Tag nach dem offiziellen Tag der Umwelt, hat Landrat Stephan Loge (SPD) zusammen mit Umweltdezernent Chris Halecker (Die Linke) sowie Olaf Schulze, dem stellvertretenden Kreistagsvorsitzenden, zum neunten Mal das besondere ehrenamtliche Engagement von acht Personen, Vereinen und Initiativen für die Umwelt gewürdigt. "Es ist nicht leicht für uns gewesen, sich zu entscheiden, denn alle Vorgeschlagenen engagieren sich sehr für die Umwelt in Dahme-Spreewald und leisten damit einen wichtigen Beitrag für ein gutes Umweltbewusstsein", schwärmt Landrat Stephan Loge.

Ein mit 800 Euro dotierter zweiter Preis geht in den Süden des Landkreises, an Susanne Leber. Aufgewachsen am Byhleguhrer See, ist sie seit fünf Jahrzehnten mit dem Naturraum Oberspreewald verbunden. Gewürdigt wird ihr Einsatz bei der Vermittlung von Umweltthemen und Naturwissen. Hervorzuheben sei ihre Organisation bei der Aufstellung, Kontrolle und Pflege von Amphibienleiteinrichtungen seit mehreren Jahrzehnten, heißt es in der Begründung. Die stationäre Amphibientunnelanlage innerhalb des Straßenkörpers an der L 51 im Bereich des Byhleguhrer Sees sei in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises entstanden. Durch diese Anlage sei ein Lebensraumverbund entstanden, der neben Amphibienarten auch zahlreichen Kleinsäugern ein gefahrloses Unterqueren der Landesstraße ermöglicht. Eine weitere Einrichtung an der Ortsverbindungsstraße Straupitz-Laasow dient dem Schutz des Kammmolches. Zudem, so würdigt die Jury, vermittle Susanne Leber durch Vorträge und Führungen im Oberspreewald das Anliegen des Arten- und Landschaftsschutzes, etwa am Byhleguhrer See und seiner botanisch wertvollen Randflächen. Genannt wird auch ihr Engagement bei Baum- und Alleepflanzungen in Butzen, Byhleguhre und Mühlendorf. Leber will ihr Preisgeld dem Arznei- und Gewürzpflanzengarten Spreewald spenden.

Der erste Preis ging an die Jugendumweltgruppe "Die Waldies" (1300 Euro) aus Dubrow für 25 Jahre Igelrettungsstation und Bienenerlebniswelt. Gestartet waren "Die Waldies" einst mit dem Arboretum in Königs Wusterhausen. Mit dem dritten Preis werden die Bemühungen um naturnahe Waldbewirtschaftung im Dahme-Heideseengebiet von Tim Ness (500 Euro) gewürdigt. Nach einem Großbrand im Revier Buchholz im Frühjahr 2000 machte er sich stark, dass große Bereiche der natürlichen Wiederbewaldung überlassen wurden.

Die Jury mit Landrat, Umweltdezernent, dem Vorsitzenden des Kreistages, dem Vorsitzenden des Naturschutzbeirates, dem Vorsitzenden sowie vier weiteren Mitgliedern des Umweltausschusses entschied sich dazu, das Preisgeld von insgesamt 2600 Euro unter drei Preisträgern aufzuteilen.