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| 18:27 Uhr

Straßenbau
Landesbehörde ignoriert Lübbener Vorschläge

 Mehr Platz fürs Rad fordern die Lübbener Stadtverordneten Andreas Rieger und Thomas Fischer (Die Grünen) gemeinsam mit einer Anwohnerintiative im Zuge des weiteren Ausbaus der B 87 in Lübben.
Mehr Platz fürs Rad fordern die Lübbener Stadtverordneten Andreas Rieger und Thomas Fischer (Die Grünen) gemeinsam mit einer Anwohnerintiative im Zuge des weiteren Ausbaus der B 87 in Lübben. FOTO: Bündnis 90/Die Grünen / privat
Lübben. Grüne: Beim Ausbau der B 87 sollen Forderungen der Stadtverordneten berücksichtigt werden.

Das Land Brandenburg plant im Auftrag des Bundes in Lübben die Instandsetzung und Modernisierung der Ortsdurchfahrt der B 87 im Bereich zwischen Landratsamt und Einmündung Dreilindenweg. Die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens  obliegt dem Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg.

Neben den Anforderungen des   motorisierten Straßenverkehrs einschließlich dieser strategisch wichtigen Spreequerung sind bei der Straßenmodernisierung der öffentliche Personennahverkehr, der Rad- und Fußgängerverkehr sowie die Forderungen des Erholungsortes  zu berücksichtigen. Dies sei bislang nur unzureichend geschehen, sagen Abgeordnete der Stadt. „Insbesondere die Notwendigkeit, sichere Rad- und Fußwege zu planen sowie das für einen Erholungsort wichtige städtebauliche Erscheinungsbild und Mikroklima wurden in der Planfeststellung nur unzureichend beachtet und an mehreren Punkten nicht umgesetzt, obwohl dies nachweislich möglich ist“, sagt  Dahme-Spreewalds Grünen-Chef Andreas Rieger.

Konkrete Vorschläge und Anliegen der Stadt  seien demnach ohne nachvollziehbare Begründung vom Landesbetrieb Straßenwesen nicht in das nun vorliegende Deckblatt zum vorgesehenen Planfeststellungsbeschluss eingearbeitet. Auch eine von der Stadt Lübben befürwortete Petition Lübbener Bürger sei bisher in keiner Weise gewürdigt worden.

In zwei einstimmigen Beschlüssen hatte die Lübbener Stadtverordnetenversammlung  ihre Wünsche und Forderungen für eine für alle Verkehrsteilnehmer gleichwertig nutzbare Straße und für das touristisch wichtige Erscheinungsbild des Erholungsortes zum Ausdruck gebracht. Darüberhinaus sei der Bürgermeister beauftragt worden, diese Forderungen in geeigneter Weise gegenüber dem Landesbetrieb durchzusetzen.

So wurde zum Beispiel die geforderte Mindestnutzungsbreite des gemeinsamen Geh- und Radweges nicht berücksichtigt. Auch der Wunsch, Ersatzpflanzungen für Bäume, die gefällt werden müssen, innerhalb der Stadt durchzuführen, fand bisher keine Berücksichtigung. Nach derzeitigen Planungen sollen

diese außerhalb durchgeführt werden.

Die grünen Stadtverordneten Andreas Rieger und Thomas Fischer, wollen dass der dringend notwendige Ausbau der Ortsdurchfahrt im Bereich An der Kupka in einer ebenso hohen Qualität wie am touristischen Zentrum oder am Schloss erfolgt. Dies könne nur gelingen, wenn der Landesbetrieb die realisierbaren Forderungen der Stadt erfüllt und endlich eine gute Planung vorlegt.

 Mehr Platz fürs Rad fordern die Lübbener Stadtverordneten Andreas Rieger und Thomas Fischer (Die Grünen) gemeinsam mit einer Anwohnerintiative im Zuge des weiteren Ausbaus der B 87 in Lübben.
Mehr Platz fürs Rad fordern die Lübbener Stadtverordneten Andreas Rieger und Thomas Fischer (Die Grünen) gemeinsam mit einer Anwohnerintiative im Zuge des weiteren Ausbaus der B 87 in Lübben. FOTO: Bündnis 90/Die Grünen / privat