Es hat - neben Streitpunkten um Sachzwänge und Verfahrensweisen - zwei besonders schmerzhafte Dinge an den Tag gebracht, nicht nur für die Kreisverwaltung. Erstens scheint es tatsächlich keine Lobby zu geben, die sich für die Kunst in unserer Region stark macht. Engagierte Personen und Einzelinitiativen gibt es zweifellos. Aber ein Netzwerk aus Künstlern und Interessierten fehlt, das der Kunst helfen würde, außerhalb von Vernissagen in der Region ihrer Bedeutung entsprechend von sich reden zu machen. Wer sich für Kunst interessiert, fährt nach Berlin, Cottbus, Dresden. Oder auch nach Lübbenau und in den Elbe-Elster-Kreis. Die Beispiele, die von dort erzählt wurden, zeigen zweitens: Andere können es. Es geht nicht nur darum, das richtige Licht zu haben und die Bilder angemessen aufzuhängen. Es geht auch darum, sich zu den Künstlern zu bekennen, zu zeigen, dass sie geschätzt werden. Ansätze dazu hat es auch bei uns gegeben. Aber das reicht nicht. Jetzt können der Kreis und andere zeigen, dass Kunst, richtig eingesetzt, einer Region Profil verleiht.