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Konzert zum Reformationstag
Luthers Choräle erklingen in Straupitz

Mit Luthers Chorälen im Wandel der Zeit“ gastierte das Potsdamer Ensemble „a tre“ in der Besetzung Birgitta Winkler (Flöte), Gisberth Näther (Horn) und Matthias Jacob (Orgel) in Straupitz.
Mit Luthers Chorälen im Wandel der Zeit“ gastierte das Potsdamer Ensemble „a tre“ in der Besetzung Birgitta Winkler (Flöte), Gisberth Näther (Horn) und Matthias Jacob (Orgel) in Straupitz. FOTO: Jürgen Harnath
Straupitz. Potsdamer Klassik-Trio gastiert mit Reformations-Programm in der Schinkelkirche Von Jürgen Harnath

Dass die Straupitzer Schinkelkirche am Sonntagnachmittag gefüllt war, kann man nicht sagen. Der magere Besuch war sicherlich der widrigen Witterung geschuldet. Rund dreißig Liebhaber der klassischen Musik hatten den Weg in das Gotteshaus gefunden. Die Straupitzer Kirchengemeinde hatte zum 500. Reformationsjubiläums  zu einem besonderen Konzert geladen. Mit dem Programm „Nun freut euch, liebe Christen g’mein — Luthers Choräle im Wandel der Zeit“ gastierte das Potsdamer Ensemble „a tre“ in der Besetzung Birgitta Winkler (Flöte), Gisberth Näther (Horn) und Matthias Jacob (Orgel) in Straupitz.

Seit 1999 spielen sie im In- und Ausland in dieser nicht ganz alltäglichen Besetzung. Die interessante Klangkombination von einem Blechblasinstrument, einem Holzblasinstrument und der Orgel koppelt Werke des Barocks und der Romantik mit neuen Musikstücken zu einem einmaligen Konzertereignis.

Birgitta Winkler wurde in Plauen im Vogtland geboren und erhielt bereits mit sechs Jahren ihren ersten Blockflötenunterricht. Mit 14 begann sie eine Ausbildung im Fach Blockflöte an der Musikschule „Clara Wieck“, die sie an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar fortsetzte. Nach dem Staatsexamen war Birgitta Winkler neben weiteren Studien und verschiedenen Engagements bis zum Jahre 2000 Flötistin der Brandenburgischen Philharmonie Potsdam. Seitdem ist sie als freischaffende Flötistin und Instrumentalpädagogin tätig. Konzerte führen sie durch ganz Deutschland,  nach Italien und Österreich.

Gisbert Näther wurde in Ebersbach/Sachsen geboren. Er studierte nach dem Abitur die Fächer Horn und Komposition an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden. Mit „Concertino für Tuba und Orchester“ entstand 1992 sein erstes großes Orchesterwerk. Weitere Kompositionen für Orchester folgten, die unter anderen von der Deutschen Oper Berlin und  den Berliner Symphonikern uraufgeführt wurden. Er ist Mitglied des Deutschen Filmorchesters.

Gisbert Näther hat speziell für die Besetzung des Ensemble „a tre“ ein Werk komponiert, das die Akustik der Kirche mit einbezieht und die Klangmöglichkeiten der drei Instrumente voll zum Erblühen bringt.

1948 in Lübben geboren, studierte Matthias Jacob Kirchenmusik in Halle. Danach war er zehn Jahre lang Kirchenmusiker an der Stadtkirche Bitterfeld und für sieben Jahre außerdem Dozent an der Hallenser Kirchenmusikschule, wo er seit 2000 wieder arbeitet. Künstlerische Anregungen erhielt er durch private Dirigierstudien sowie Interpretations- und Meisterkurse bei namhaften Organisten und Dirigenten. Bis zu seiner Pensionierung war er Kirchenmusiker an der Friedenskirche Potsdam. Als Organist gastierte er in einer Reihe europäischer Länder und in den USA.

Das Programm in der Straupitzer Schinkelkirche machte das Ensemble zu einem ganz  besonderen Konzerterlebnis. Zu hören waren unter anderem Werke von Johann Sebastian Bach, Dietrich Buxtehude und Georg Friedrich Händel, Max Reger und Maximilian Kreuz.