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141. Ausstellung der Kleinen Galerie
Fotografische Miniaturen in Goyatz

Peter Löwe und Lothar Stolte (hinten rechts) eröffnen die Ausstellung in der Kleinen Galerie.
Peter Löwe und Lothar Stolte (hinten rechts) eröffnen die Ausstellung in der Kleinen Galerie. FOTO: Jürgen Harnath
Goyatz. Barbara Opitz stellt in der Kleinen Galerie aus. Ihre Eltern hatte die Idee zur Ausstellung und kamen zur Vernissage.

Barbara Opitz hat sich ganz der Fotografie verschrieben. Ihre fotografischen Arbeiten sind seit dem vergangenen Dienstag in der kleinen Galerie in Goyatz zu sehen. Es sind rund 30 Bilder aus der  Serie „Spezies – fotografische Miniaturen“. Sie sind in den Jahren 2016/2017 entstanden.

Leider konnte Barbara Opitz an der Ausstellungseröffnung nicht persönlich teilnehmen. Familiare Gründe zwangen sie dazu. Aber ihre Eltern Inge und Lothar Stolte waren eine sachkundige Vertretung bei der Vernissage. Außerdem hatte Barbara Opitz den Eltern einführende Worte für die Eröffnung in schriftlicher Form mitgegeben.

Es waren auch die Eltern, die die Idee zu dieser Ausstellung hatten. „Wir haben die letzte Ausstellung hier besucht und kamen mit Herrn Löwe ins Gespräch. Er erzählte, dass ihm ein Künstler ausgefallen sei. Wir sagten Ihm, dass wir da aushelfen könnten. Wir wüssten jemand. Und so ist das hier entstanden. “

Die Stoltes sind, wie sie sagen „zugereiste Neu-Brandenburger“ und leben seit 15 Jahren in Prieros (LDS). Barbara Opitz wurde in Düsseldorf geboren und lebt heute mit ihrem weit über Deutschland hinaus bekannten Architekturfotografen, Florian Monheim in Krefeld. Sie machte ihr Abitur am Matare-Gymnasium in Meerbusch. Danach folgten das Studium Mode-Design in Berlin und das Studium der Sozialwissenschaften an der Ruprecht-Karls Universität in Heidelberg.

Die Fotografie ließ sie aber nie los und so absolvierte Barbara Opitz eine Fotoassistenz in Düsseldorf und war Gasthörerin an diversen Kunsthochschulen. Seit 1994 ist sie endgültig als Fotografin tätig. Sie ist Mitbegründerin der Bildagentur „Bildarchiv Monheim“ (1995) und veröffentlichte in zahlreichen Bildbänden, Reiseführern und Kalendern Arbeiten zum Thema Architektur und Garten.

Seit 2006 liegt ihr Schwerpunkt in der freien fotografischen Arbeit. Zur Serie „Spezies“ sagt sie selbst: „Seit 2006 befasse ich mich hauptsächlich mit freien fotografischen Projekten, unabhängig von ihrer kommerziellen Verwertung. Die Fotografien bilden eine offene Serie, die ich ständig weiterentwickele. Die Motive sind vertrocknete Blätter, Gräser und pflanzliche Überreste, deren Zerfall begonnen hat und von mir in einem meditativen Prozess zu neuem Leben erweckt werden.“

In der Ausstellung sind filigrane fotografische Miniaturen in erdiger, natürlicher und reduzierter Farbgebung zu sehen. Die Arbeiten entstanden bei natürlichem, scharfem Sonnenlicht, wobei die Motive und der Schatten einen jeweils neuen Bildzusammenhang erzeugen. Jedes Motiv erhält so einen authentischen, eigenen und individuellen Charakter. Die Fotos wurden technisch nicht nachbearbeitet. Dass es sich um Fotografien handelt, ist nicht sofort erkennbar. Es liegt am Betrachter und seiner Phantasie, welchen Bildzusammenhang er erkennt.

Unter den Besuchern der Eröffnung war Inna Perkas aus Cottbus. Sie besucht die Kleine Galerie regelmäßig. Sie hat auch schon ausgestellt. „Ich versuche so oft wie möglich, hier her zu kommen. Ich finde das absolut großartig, wie Herr Löwe das macht. Es ist für uns Künstler immer wieder ein Genuss, hier dabei zu sein“ sagte Inna Perkas.

Für Organisator Peter Löwe geht mit Barbara Opitz ein Ausstellungsjahr zu Ende. „Wir haben heute die seit 1988 141. Ausstellung eröffnet. 2017 war sehr erfolgreich, wobei die Fotoausstellung von Barbara Opitz zweifellos einen der Höhepunkte dieses Jahres darstellt“, erklärte Peter Löwe.