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| 17:12 Uhr

Ausstellung
„Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl“

In der Galerie der Lieberoser Darre sind Arbeiten der Cottbuser Künstlerin Carola Kirsch zu sehen.
In der Galerie der Lieberoser Darre sind Arbeiten der Cottbuser Künstlerin Carola Kirsch zu sehen. FOTO: Ingrid Hoberg
Lieberose. Die Cottbuser Künstlerin Carola Kirsch stellt in der Galerie der Lieberoser Darre aktuelle Arbeiten aus. Von Ingrid Hoberg

Nach der sehenswerten, erfolgreichen Ausstellung mit Bildern der Jamlitzer Künstler ist es dem Förderverein Lieberose gelungen, mit Carola Kirsch das ansprechende Programm fortzusetzen. Unter dem Motto „Was bleibt …“ hat die Cottbuser Künstlerin rund 30 Arbeiten ausgewählt, die seit 2010 entstanden sind. Zu sehen ist beispielsweise das Blatt „Ohne Begegnungen gibt es keine Berührungen“, mit dem sie in diesem Jahr an der 15. Ausstellung Brandenburgischer Kunstpreis Schloss Neuhardenberg beteiligt war.

Wie bei dieser Arbeit fließen Worte oft in das Bildgeschehen ein. „Worte spielen immer eine wichtige Rolle für mich“, sagt Carola Kirsch. „Wenn mir die Worte fehlen, entstehen Bilder.“ „Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl“ nennt sie eines ihrer Bilder. Manchmal habe sie zu Beginn schon einen Titel, manchmal entstehe er im Arbeitsprozess. Wie Simone Claudia Hamm in ihrer Laudatio feststellt, erzählen die Collagen von Carola Kirsch Geschichten. „Farben und Formen steigen aus der Seelentiefe auf“, so die Laudatorin, selbst Künstlerin mit dem Schwerpunkt Glasobjekte  und Schmuckkunst. Beide gehören zu den Künstlern, die sich im Mai 2013 zur ersten Produzentengalerie, der  Galerie Ebert,  in Cottbus zusammengeschlossen haben.

Carola Kirsch wird während der Vernissage in viele Gespräche mit Besuchern verwickelt. Mancher ist aus Cottbus oder aus der Region rund um den Schwielochsee gekommen. Im Jahr 2016 hatte sie in der Kleinen Galerie Goyatz bereits Gelegenheit, ihre Arbeiten zu präsentieren. Die Künstlerin freut sich, dass auch Lieberoser Anteil nehmen und zur Eröffnung gekommen sind. „21 Jahre war ich nicht mehr hier“, sagt sie. Die Lieberoser Darre ist „ein wunderbarer Ort“ für ihre Arbeiten, wie Carola Kirsch feststellt.

Es wäre wünschenswert, wenn nicht nur zur Eröffnung Besucher aus der Region den Weg in die Galerie der Darre finden. Das könnte eine engere Vernetzung der Ausstellungsmacher bewirken. „Wir legen gern Flyer – auch aus Lieberose – in unserer Galerie aus“, sagt Simone Claudia Hamm.

Über ein Netzwerk, das die Jamlitzer Künstlerkolonie mehr in die Öffentlichkeit bringen könnte, sei bei einer Fachberatung zum Abschluss dieser Ausstellung in der Darre bereits gesprochen worden, sagt Dieter Klaue vom Förderverein Lieberose. An der Beratung hatte auch Kustos Jörg Sperling vom dkw Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst teilgenommen.