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| 02:32 Uhr

Künstler Rostyslav Voronko stellt in der Kleinen Galerie in Goyatz aus

Rostyslav Voronko (Mitte) stellt derzeit in der Kleinen Galerie in Goyatz (Lieberose-Oberspreewald) aus.
Rostyslav Voronko (Mitte) stellt derzeit in der Kleinen Galerie in Goyatz (Lieberose-Oberspreewald) aus. FOTO: Andreas Staindl/asd1
Goyatz. Eine neue Ausstellung ist in der Kleinen Galerie in Goyatz (Lieberose-Oberspreewald) zu sehen. Rostyslav Voronko stellt dort einige seiner Werke aus. "Ferne" ist der Titel der 123. Ausstellung, die am Dienstagabend eröffnet wurde. Andeas Staindl

Die Werke von Rostyslav Voronko machen neugierig. Sie versetzen den Betrachter in die Lage, natürliche Begebenheiten und Erscheinungen nachzuvollziehen und in die Gefühlswelt des Malers einzutauchen. Es sind kurze, vergängliche Augenblicke-Unikate ohnehin, die Voronko in seinen Bildern festhält. Menschen sucht man darauf vergeblich. Sie würden nur stören. Der Künstler fängt vielmehr Stimmungen in seinen Bildern ein.

Dafür geht er mit Leinwand und Farben früh am Morgen oder spät am Abend raus in die Natur und lässt sich inspirieren. Ist Rostyslav Voronko in der richtigen Stimmung, und spielt die Natur mit, muss alles ganz schnell gehen - "sonst ist die Situation vorbei". Er malt etwa drohende Gewitterwolken über einer Wiese, Sonnenstrahlen, die sich mühsam durch die dichte Wolkendecke brechen, auch den Sonnenaufgang über dem Feld und den milchigen Morgenhimmel.

Liebe zur Landschaft

Voronko, Jahrgang 1973, liebt die Landschaftsmalerei. "Meine Hauptfigur ist die Natur." Seine Bilder sind zeitlos, vermitteln die jeweilige Stimmung des Künstlers. Deshalb bearbeite er seine Werke zu Hause nicht mehr nach. "Ich bin ja dann in einer anderen Stimmung."

Peter Löwe, Veranstalter der Ausstellungsreihe, hat in bewährter Weise interessante Details aus dem Künstler herausgekitzelt. So hat Rostyslav Voronko den Gästen auch verraten, dass er erst eine Berufsausbildung als Restaurator gemacht und anschließend Malerei, Grafik und dekorative angewandte Kunst studiert hat. Der 41-Jährige hat an der Akademie der Künste in Lwiw in der Ukraine - seinem Heimatland - studiert. 1999 war er erstmals in Beeskow (Oder-Spree) tätig. Inzwischen lebt er dort mit seiner Familie.

Rostyslav Voronko hat in Deutschland schon zahlreiche restauratorische Arbeiten ausgeführt. Er restauriert beispielsweise seit einem Jahr den Altar in der Kirche in Tauche (Oder-Spree). Das dortige Bild habe er entdeckt und freigelegt. "Restauration", sagt er, "ist immer auch ein Abenteuer." Und offenbar hoch interessant. Zumindest stellten Gäste am Dienstagabend sehr tiefgründige Fragen, etwa nach der Technik während des Restaurierens.

Malen ist wie Sport

Und wie gelingt es dem Künstler, seine eigenen Werke in teilweise deutlich weniger als einer Stunde zu malen? "Schnelles Malen muss man trainieren", sagt Voronko, "genau wie ein Sportler für einen Wettkampf." Wie gut er trainiert hat, um kurzzeitige Stimmungen einzufangen, davon können sich Besucher bis zum 21.November dieses Jahres in der Kleinen Galerie in Goyatz überzeugen.