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| 01:06 Uhr

Kündigung wegen Sparzwangs

Lübben.. Die Stadt Lübben wird per 1. Januar 2006 aus dem Deutschen Städtetag austreten. Das beschlossen die Stadtverordneten bei ihrer jüngsten Sitzung.

Sie folgten damit einem Vorschlag der Verwaltung, den Bürgermeister Lothar Bretterbauer damit begründete, dass „wir angesichts der Haushaltsdiskussion nach allen Möglichkeiten gesucht haben, einzusparen. Das betrifft auch das Abonnement von Publikationen sowie Vereinsmitgliedschaften.“ Für die Mitgliedschaft im Deutschen Städtetag musste Lübben in diesem Jahr 3212 Euro zahlen.
Da der Deutsche Städtetag vor allem das Sprachorgan der größeren und meist kreisfreien Städte sei und Lübbens Interessen als Mitglied des Städte- und Gemeindebundes - über den man auch indirekt Mitglied im Städtetag ist - gegenüber Bund und Land vertreten würden, sehe man die Mitgliedschaft als überflüssig an. Bis auf eine Enthaltung folgten die Stadtverordneten der Argumentation und stimmten der Kündigung zu.
Folgerichtig sprach sich die Masse der Abgeordneten in einem weiteren Tagesordnungspunkt gegen die Genehmigung einer Dienstreise zur Jahreshauptversammlung des Städtetags aus. „Wir haben gerade erklärt, warum uns die Mitgliedschaft nichts bringt. Warum sollen wir also noch jemanden hinschicken?“ , sagte Dieter Litta (SPD) und war sich darin mit den meisten in der Runde einig. (dh)