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Kriminalität: Nur die Hälfte wird aufgeklärt

Lübben. Die Dkrepanz zwchen dem tatsächlichen Kriminalitätsgeschehen in Lübben und dem subjektiven Sicherheitsempfinden der Einwohner hat Lübbens Stadtchef Lars Kolan mit dem Leiter der Polizeiinspektion Dahme-Spreewald Chrtian Hylla zum Thema gemacht. is

"Während in unserer Stadt die Zahl der Diebstähle von Fahrrädern oder Motorbootmotoren sowie der Einbrüche in Wohnungen und Gartenlauben seit 2014 sinkt, hat doch fast ein jeder von uns das Gefühl, dass die Kriminalität in Lübben, im Spreewald, in Brandenburg ständig steigt", sagte Kolan in seinem jüngsten Bericht vor den Stadtverordneten.

Sein Verdacht sei, "dass bei den Geschädigten aufgrund der sehr unwahrscheinlichen Aufklärung der Straftaten bereits eine gewisse Resignation vorherrscht, die dazu führt, dass bestimmte Straftaten gar nicht mehr angezeigt werden". Das konnte in diesem Gespräch weder bestätigt noch widerlegt werden. Die Aufklärungsquote, bezogen auf alle Straftaten, liegt Kolan zufolge in der Region bei rund 52 Prozent. In Dahme-Spreewald waren es im Jahr 2015 noch 56,4 Prozent, wie die Polizei vor knapp einem Jahr im Pressegespräch berichtete.

Die Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Verkehrsdelikte und -unfälle seien seit 2014 rückläufig, habe Christian Hylla ihm gegenüber bestätigt, so Kolan weiter. Zur Sprache sei unterdessen auch der Angriff auf den Lübbener Sportpark an Weihnachten gewesen. Die Ermittlungen laufen noch. "Uns einte jedoch der Wunsch, dass die Überführung der - ganz offensichtlich mit immenser krimineller Energie ausgestatteten Täter - schon bald gelingen kann", schloss Kolan.