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Kreisreform ist "fauler Kompromiss"

Lübben. Die Jusos Dahme-Spreewald lehnen den Plan der Landesregierung zur Neueinteilung der Landkreise ab. Sie haben an dem "faulen Kompromiss" der Landesregierung heftige Kritik geübt und vor beim Zusammengehen von LDS mit Teltow-Fläming von einem superpotenten Kreis gesprochen. red/bt

Bei einer Umsetzung der Vorschläge zur Kreisneustrukturierung würde auch Dahme-Spreewald seine Eigenständigkeit verlieren und mit Teltow-Fläming zusammengehen.

"Den Vorschlag, der seit Mittwoch auf dem Tisch liegt, können wir nicht nachvollziehen. Grundsätzlich unterstützen wir das Reformprojekt, um ein Brandenburg der zwei Geschwindigkeiten zu verhindern und das Land zukunftsfest zu machen", erklärt Juso-Sprecher Tobias Schröter. Die Jusos kritisieren deutlich den neuen Großkreis im Süden, der von der berlinnahen Wachstumsregion abgeschnitten ist. Ebenso bezweifeln sie die Sinnhaftigkeit der Eigenständigkeit von Oberhavel. "Vor allem aber entbehrt der Zusammenschluss der beiden starken Landkreise Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming einer sinnvollen Grundlage", so Tobias Schröter.

Durch den Zusammenschluss wird ein superpotenter Kreis entstehen, der allen anderen weit voraus ist. Gerade Dahme-Spreewald wird auf Dauer die Voraussetzungen selbstständig erfüllen, aufgrund einer florierenden Wirtschaft und wachsenden Bevölkerungszahlen. Mit einer Zwangsehe von LDS und TF wird die Chance auf einen Ausgleich von Nord nach Süd vertan und eine gute Kreisumlage gefährdet.

Der Vorsitzende der Jusos im LDS Alexander Kunath kündigte deshalb an: "Der heutige Vorschlag ist noch nicht in Stein gemeißelt. Wir werden alles daran setzen diesen faulen Kompromiss sinnvoll und konstruktiv zu verändern. Selbstverständlich unterstützen wir bei seinen Bemühungen für LDS auch den Landrat Stephan Loge."