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| 15:54 Uhr

25 Jahre Kreismusikschule Dahme-Spreewald
Da ist Musik drin

 Fest im Blick haben Tereze Rozenberga als neue Leiterin der Kreismusikschule Dahme-Spreewald und Stellvertreter Bernd Ziemainz das Jubiläum, das in diesem Jahr ansteht: Die Einrichtung wird 25 Jahre alt.
Fest im Blick haben Tereze Rozenberga als neue Leiterin der Kreismusikschule Dahme-Spreewald und Stellvertreter Bernd Ziemainz das Jubiläum, das in diesem Jahr ansteht: Die Einrichtung wird 25 Jahre alt. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Lübben. Unter neuer Leitung geht die Kreismusikschule Dahme-Spreewald in ein Jubiläumsjahr. Gemeinsam mit Bernd Ziemainz und den Lehrkräften bereitet Tereze Rozenberga Konzerte und Veranstaltungen zum 25-jährigen Bestehen der Einrichtung vor. Von Ingvil Schirling

30 – 25 – 1. Diese Zahlenfolge spiegelt genau die Kennzahlen wider, die aktuell in der Arbeit der Kreismusikschule Dahme-Spreewald eine wichtige Rolle spielen.

Die Eins steht für das erste Jahr unter neuer Leitung, nachdem Jutta Rosenthal die Einrichtung mehr als 20 Jahre lang geprägt hat. Ihre Nachfolgerin heißt Tereze Rozenberga. Die Deutsch-Lettin (geboren in Riga) zog es mit der Unabhängigkeit Lettlands und der Reisefreiheit westwärts. In Frankfurt am Main studierte sie Diplom-Musikpädagogik, als klassische Pianistin gab sie Solo- und Kammerkonzerte in Europa und Australien. In Berlin leitete sie eine Internationale Musikschule, unterrichtete anschließend an der Bezirksmusikschule Reinickendorf Klavier. In Bezug auf die „Führung und Leitung einer Musikschule“ bildete sie sich beim gleichnamigen Spezial-Lehrgang in Trossingen fort. Die neue Aufgabe als Leiterin der Kreismusikschule Dahme-Spreewald, die sie vergangenen Herbst übernahm, begreift sie als Chance und Herausforderung zugleich.

Die Zahl 25 bezieht sich auf das Jubiläum, das dieses Jahr als erste große Aufgabe auf Tereze Rozenberga und ihr Team zukommt. Aktuell läuft die Planung für die Geburtstagsveranstaltungen auf Hochtouren. Einer der Höhepunkte wird ein Lehrerkonzert sein, das zweimal stattfinden soll: Einmal im Norden des Kreises und einmal in Lübben. Ein Termin steht noch nicht fest, ist aber für Herbst eingeplant. Unter dem Titel „Musik auf dem Wasser“ wird derzeit eine weitere Konzertidee entwickelt, die im Spreewald umgesetzt werden soll – wann und wie, ist derzeit in der konkreten Absprache. Das vergangenes Jahr erstmals mit Erfolg gestartete Schools-Out-Festival auf der Schlossinsel zum Start in die Sommerferien soll dieses Jahr ein Schools-In-Konzert am 16. August zum Schuljahresanfang werden.

Für den 19. Februar ist ein Rock-Pop-Konzert im Festsaal der Kavaliershäuser Königs Wusterhausen geplant. Rund um das Lübbener Neuhaus, das im Süden des Landkreises einer der Musikschul-Standorte ist, soll im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten ein Sommerfest stattfinden. Es ist vor allem der musikalischen Früherziehung gewidmet, die heute „Elementare Musikpädagogik“ (EMP) heißt und Zwerge bis sechs Jahre an Musik und Rhythmus heranführt. Mit dabei sein soll die Kinderkunstschule unter Leitung von Sebastian Franzka.

Unter der Überschrift des 25. Jubiläums stehen dieses Jahr im Prinzip alle Veranstaltungen der Kreismusikschule. Und die bewährten, wie das Jahresabschluss- oder Weihnachtskonzert, werden selbstverständlich fortgeführt, betonen Tereze Rozenberga und ihr Stellvertreter Bernd Ziemainz.

Auf ihn bezieht sich die letzte Zahl. Am 1. Dezember feierte er seinen 30. Jahrestag mit der Musikschule. Er gehört ihr seit 1988 an – und da waren bekannte Lübbener Musikschullehrer, wie etwa der Pianist Rolf-Udo Paul, bereits dabei. Das Lehrerkollegium bezeichnet Tereze Rozenberga denn auch als größtes Potenzial der Musikschule. „Von den Lehrern kommen unglaublich viele Ideen und Anregungen“, sagt sie – nicht nur angesichts der Jubiläumsplanung. Die Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Stellvertreter Bernd Ziemainz „schätze ich sehr“, betont sie weiter. Doch auch von der Volkshochschule und der Kreisverwaltung insgesamt gebe es viel Unterstützung.

Es gibt aber auch noch einiges zu tun. Die Nutzung neuer Medien und sozialer Kanäle wie Facebook, Twitter, Youtube oder Instagram findet erst in Ansätzen statt. Da wartet die Musikschule noch auf ein allgemeines Konzept aus der Kreisverwaltung, wie diese Kanäle zu nutzen sind. Immerhin soll auch an den VHS-Standorten im Lauf des Jahres Wlan installiert werden, womit das Internet dann leichter nutzbar wäre. Noten- oder Metronom-Apps werden von den Lehrern und auch von den Schülern bereits verwendet.

Wichtig ist aber vor allem, dass die Musikschule mit ihren Angeboten der Nachfrage folgt. Am Standort Lübben wird nach den Winterferien ein Eltern-Kind-Kurs beginnen, informiert Bernd Ziemainz. Die vorgeschaltete Elternversammlung dazu ist noch für Januar geplant. „Jahrelang haben wir versucht, das hinzukriegen, nie hat es so richtig funktioniert, und jetzt ist die Nachfrage da“, begründet Bernd Ziemainz. Im Instrumentenkarussell gibt es seit diesem Schuljahr auch das Fagott auszuprobieren, das es bisher nicht gab, ergänzt Tereze Rozenberga. Potenzial, das Angebot auszubauen, sieht sie weiterhin im Rock-Pop-Bereich sowie beim Tanz.

3 – 2 – 1, könnte man somit sagen, und ab geht es ins Jubiläumsjahr. Das endgültige Programm mit allen Terminen soll im März/April veröffentlicht werden.