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| 18:10 Uhr

Tanz, Gesang und Percussion
Viel Glück und viel Segen – auf ganz vielen Stegen

 Spontaner Auftritt der Tänzerinnen auf der Terrasse des Gasthauses „Lehningsberg“. Die Kreismusikschule und der Förderverein Lübbener Musikschüler hatten zur musikalischen Kahnfahrt inklusive Programm an mehreren Stationen am Samstag eingeladen.
Spontaner Auftritt der Tänzerinnen auf der Terrasse des Gasthauses „Lehningsberg“. Die Kreismusikschule und der Förderverein Lübbener Musikschüler hatten zur musikalischen Kahnfahrt inklusive Programm an mehreren Stationen am Samstag eingeladen. FOTO: Andreas Staindl
Lübben. Die Kreismusikschule Dahme-Spreewald hat mit Musik am und auf dem Wasser ihren 25. Geburtstag gefeiert. Von Andreas Staindl

Wie aus dem Nichts sind am Samstag Musiker und Tänzer auf dem Wasser und am Ufer zwischen Lübben und Lehnigksberg aufgetaucht. Sie musizieren, singen und tanzen – und sind dann auch schon wieder weg. Die Überraschung ist gelungen. Genau das hatten sich die Organisatoren der musikalischen Kahnfahrt in Lübben erhofft. Die Kreismusikschule Dahme-Spreewald und der Förderverein Lübbener Musikschüler hatten erstmals dazu eingeladen. Die Premiere am Samstagnachmittag kann durchaus als gelungen bezeichnet werden.

„Raus zu den Leuten“

„Wir wollten raus zu den Leuten, Musik noch mehr in die Öffentlichkeit tragen“, sagt die Musikschullehrerin Sylvia Hoffmann. Sie selbst hat den Chor „SongArt“ dirigiert. Die Sängerinnen und Sänger präsentierten sich – überraschend für die zufälligen Zuhörer – an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet. Sie waren nicht die einzigen Akteure der Kreismusikschule, die am Samstag dabei waren.

Die Percussion-Gruppe unter Leitung von Andreas Krüger war jeweils als Erste an den Auftrittsorten. Los ging es auf der Terrasse der Gaststätte „Lehningsberg“. Kurzer Auftritt und wieder rein in den Kahn, ab zu nächsten Station – der Schlossinsel. Wenn man schon die Instrumente mit an Bord hat, warum dann nicht auch auf dem Wasser musizieren?

Vielen Wassertouristen gefiel es. „Ein Kahn hat uns länger begleitet“, erzählt Andreas Krüger. „Musik auf dem Wasser, das kam an.“

Überraschte Gesichter

Mit vier Kähnen waren die Musiker und Tänzer am Samstag unterwegs. In einem der Kähne saß das Blechbläserensemble unter Leitung von Bernd Ziemainz und Martin Künzel. Auch die Bläser, die das Querflöten-Duo Veronika Schwab und Andreas Richter an Bord hatten, sorgten für überraschte Gesichter. Klar, wann bekommt man schon mal ein Gratis-Konzert zum Essen oder während des Wartens auf die Kahnabfahrt serviert?

Das außergewöhnliche Schauspiel wiederholte sich später an den Hotels „Strandcafe“ und  „Stephanshof“. An allen Auftrittsorten wurde nicht nur gesungen und musiziert, sondern auch getanzt. Irina Albrecht war mit jungen Tänzerinnen dabei. Sie machten Terrassen und Kahnanlegestellen spontan zu Tanzböden.

Gerade waren Gäste auf der Schlossinsel in ihren Kahn eingestiegen und warteten auf dessen Abfahrt, da nutzten die Tänzerinnen die freie Fläche, um auf den Holzdielen zu tanzen. Das blieb nicht die einzige Überraschung. Percussion-Gruppe und Bläser wechselten sich ab, bevor sie zur nächsten Station gestakt wurden. Auch der Chor sang gleich im Kahn – in direkter Nachbarschaft der wartenden Gäste im Hafen auf der Schlossinsel. Diese bedankten sich mit Beifall für die kulturellen Einlagen.

Kreismusikschule feiert Geburtstag

Hintergrund der musikalischen Kahnfahrt ist der 25. Geburtstag der Kreismusikschule in diesem Jahr. Tereze Rozenberga hofft auf eine Fortsetzung. „Ich würde mich über eine Wiederholung freuen“, sagt die Leiterin der Kreismusikschule. „Voraussetzung ist, dass die Musikschullehrer bereit dazu sind und auch die Schüler Lust darauf haben.“

Sie hat Respekt vor den Akteuren, „weil es nicht einfach ist, im Freien zu musizieren und zu singen,  unter den Augen zufälliger Gästen zu tanzen“. Alle Beteiligten haben das ihr zufolge souverän gelöst.

Dass die Premiere zwar gelungen ist, jedoch längst nicht überall perfekt lief – geschenkt. Eine Belebung des kulturellen Angebots in Lübben ist die musikalische Kahnfahrt auf jeden Fall. Wenn dann noch deutlicher wird, worum es geht und wer dort eigentlich musizierend unterwegs ist, ist der Werbeeffekt für die Kreismusikschule gegeben. Für Aufmerksamkeit zumindest hat sie schon in diesem Jahr gesorgt.