Fast 50 000 Euro jährlich muss der Kreis dafür locker machen.
Hintergrund für die Aufwertung des Amtes ist vor allem das neue Brand- und Katastrophenschutzgesetz des Landes, das nicht nur die Anforderungen an einen Kreisbrandmeister heraufsetzt, sondern gleichzeitig auch das Aufgabenspektrum erheblich erweitert. Das teilte Landrat Martin Wille gestern Abend den Kreisausschussmitgliedern mit.
Gleichzeitig informierte er, dass der bisherige Kreisbrandmeister Willy Drannaschk (er arbeitet seit kurzem bei Tropical Islands) und sein Stellvertreter Gerhard Thoms ihre Ämter niederlegen. Lediglich Henry Strasen aus Lübben sei als Stellvertreter noch im Amt. Weil die neuen Aufgaben, zu denen auch die Beratung der Kreisverwaltung in Sachen Katastrophenschutz gehört, mit einem ehrenamtlichen Kreisbrandmeister „kaum realisierbar sind“ , so Wille, erwarte er vom Kreisausschuss und vom Kreistag den klaren Auftrag, die Stelle hauptamtlich einzurichten, selbst wenn die Verwaltung das als „Geschäft der laufenden Verwaltung“ vorsehen könnte. Damit werde ein klares Zeichen an die Feuerwehr und die Einwohner des Kreises gegeben, dass Brand- und Katastrophenschutz ernst genommen würden.
Beigeordneter Carl-Heinz Klink müller informierte, dass in anderen Kreisen die Kreisbrandmeister oft Teil der Kreisverwaltung oder aber sonst im öffentlichen Dienst beschäftigt seien. Ein Kreisbrandmeister, der in der Privatwirtschaft beschäftigt sei, könne diesen Aufgabenkatalog nicht bewältigen.
Wer künftig als hauptamtlicher Kreisbrandmeister eingestellt werden wolle, sagte der Landrat, müsse bestimmte Kriterien des gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes erfüllen. Drannaschk und Thoms, sagte Wille auf Nachfrage, könnten das seines Wissens nicht. (km)