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Kreis will 227,62 Euro Umlage je Einwohner

Dahme-Spreewald.. Die Kreisumlage ist das Geld, mit dem der Landkreis wesentliche Ausgaben für wichtige Aufgaben machen muss. Im Zuge der Haushaltsberatungen für 2003 spielte die Kreisumlage eine wesentliche Rolle.

Je höher der Prozentsatz der Kreisumlage ausfällt, um so geringer ist der finanzielle Spielraum für die Gemeinden.
In der Diskussion zum Haushalt 2003 waren immer Prozentsätze für die Kreisumlage verglichen worden, bei denen der Dahme-Spreewald-Kreis mit seinen jetzt 38 Prozent Kreisumlage (plus Schulumlage von etwa 1,3 Prozent) immer als Bester im gesamten Land Brandenburg abschnitt. Kreise wie Elbe-Elster hatten sogar mal mit 44,75 Prozent gerechnet, der Landkreis Teltow-Fläming mit 43 Prozent.
Weil die Prozentsätze, wie Landrat Martin Wille gestern in der monatlichen Pressekonferenz betonte, allein nicht aussagekräftig seien, habe nun der Landkreis Potsdam-Mittelmark eine Übersicht erstellt und die Kreisumlage für die brandenburgischen Landkreise auf einen Euro-Betrag pro Kopf der Bevölkerung herunter gerechnet.
Da, sagte Wille, stehe der Landkreis Dahme-Spreewald nicht mehr an erster Stelle der Kreise mit niedriger Umlage. Knapp vor LDS sei Potsdam-Mittelmark. Dort werde pro Kopf der Bevölkerung von den Gemeinden 227 Euro verlangt, im Dahme-Spreewald-Kreis seien das 62 Cents mehr. Im Kreis Barnim, der den dritten Rang einnimmt, werden 230,49 Euro pro Einwohner verlangt.
Während die übrigen Kreise ziemlich Kopf-an-Kopf in der Statistik liegen und zwischen 238,55 (Märkisch-Oderland) und 266,57 Euro (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) pendeln, ist der Landkreis Teltow-Fläming der einzige echte Ausrutscher. Dort, so besagt die Übersicht, werden pro Einwohner 380,04 Euro von den Gemeinden gefordert. (km)