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Krankenhaus gehört zu Lübben

Eine Krankenschwester ist heute noch an ihrer speziellen Berufsbekleidung zu erkennen. Früher wurde ein Häubchen zur Tracht getragen – auch im Lübbener Krankenhaus. Michael Kabiersch, Geschäftsführer der Klinikum Dahme-Spreewald GmbH, bei der Jubiläumsfeier im Kreis der Schwestern: Die älteste Tracht ist mehr als 100 Jahre alt. Einige Kittel und Schürzen sind aus dem Lübbener Fundus zur Verfügung gestellt worden.
Eine Krankenschwester ist heute noch an ihrer speziellen Berufsbekleidung zu erkennen. Früher wurde ein Häubchen zur Tracht getragen – auch im Lübbener Krankenhaus. Michael Kabiersch, Geschäftsführer der Klinikum Dahme-Spreewald GmbH, bei der Jubiläumsfeier im Kreis der Schwestern: Die älteste Tracht ist mehr als 100 Jahre alt. Einige Kittel und Schürzen sind aus dem Lübbener Fundus zur Verfügung gestellt worden. FOTO: R. Münch
Lübben. Das Jubiläum "125 Jahre Krankenhaus" ist in Lübben mit großer Anteilnahme gefeiert worden. Zum Tag der offenen Tür waren zahlreiche Besucher geströmt. Ingrid Hoberg

"Wir wollten diesmal nicht mit einer Festveranstaltung für geladene Gäste feiern, sondern mit den Lübbenern", sagt Pressesprecherin Ragnhild Münch vom Klinikum Dahme-Spreewald. Unter dem Motto "Von einst bis jetzt" gab es ein Programm mit Vorträgen, Mitmach-Aktionen und Ausstellung - ein Fest für die Familie.

Eingeladen waren alle. "Viele kamen, um die früheren Chefärzte Dr. Kurz und Dr. Reinhold wiederzusehen oder zu erfahren, was es Aktuelles in der Spreewaldklinik Lübben gibt", sagt Ragnhild Münch. Zum 100. Geburtstag im Jahr 1992 war das Haus noch Kreiskrankenhaus und erhielt den Namen "Spreewaldklinik Lübben". Zum 125. Geburtstag sei es mit 211 Betten ein leistungsfähiges Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung, betont sie. "Einzelne Bereiche sind gerade zum wiederholten Male zertifiziert worden, so das Regionale Traumazentrum der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie und das abteilungsübergreifende Wundmanagement."

Während Dr. Wolfgang Kurz, früherer, langjähriger Chefarzt der Chirurgie, über die historische Entwicklung des Krankenhauses sprach, stellte Dr. Ronny Hendrischke die Chirurgie heute vor. Der Vortrag von Dr. Kurz wird wohl einmalig bleiben. "Ich habe auf Wunsch der Klinikleitung gesprochen", sagt er. Doch wer sich für die Geschichte des Hauses interessiert, kann die Ausstellung mit neun Postern nun im Wartebereich der Radiologie sehen. "Vielleicht stellen wir das Material auch noch für eine Publikation zusammen", sagt Ragnhild Münch.

"Solche Jubiläen sind für Krankenhäuser nicht selbstverständlich", unterstreicht Geschäftsführer Michael Kabiersch. Manches andere Haus gibt es inzwischen nicht mehr. Die Spreewaldklinik Lübben ist mit dem Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen seit 2003 Teil der Klinikum Dahme-Spreewald GmbH, seit 2005 sind der Landkreis und die Sana Kliniken AG Betreiber beider Krankenhäuser. Durch dieses Zusammengehen sei es möglich gewesen, in die zuvor defizitären Krankenhäuser zu investieren. Moderne Technologien, ein breites Leistungsspektrum und Spezialisierungen wurden möglich. Ein Teil der großen Investitionen war der neuen Krankenhausapotheke gewidmet, die als Regionalapotheke weitere Krankenhäuser und Rettungsdienste versorgt.

Die Torte zum Fest "125 Jahre Spreewaldklinik Lübben" zeigte das historische Gebäude – mit einem Unfall direkt vor der Tür.
Die Torte zum Fest "125 Jahre Spreewaldklinik Lübben" zeigte das historische Gebäude – mit einem Unfall direkt vor der Tür. FOTO: R. Münch