Die Erinnerung daran verblasst. Der Volkstrauertag soll mahnen, die Opfer und Toten von Kriegen und Gewaltherrschaft nicht zu vergessen. Deshalb sind etwa 25 Menschen sind zur Gedenkveranstaltung gestern Nachmittag nach Groß Lubolz gekommen.

Lübbens Bürgermeister Lothar Bretterbauer (CDU) und der Stadtverordnetenvorsteher Joachim Kohlick (CDU) legten einen Kranz am Denkmal nieder. Auch Lubolz' Ortsbeiratsmitglieder Marita Kabitschke, Paul Bruse und Simone Kuhne legten ein Gebinde ab. Bretterbauer verwies darauf, dass junge Leute Krieg nur noch aus Geschichtsbüchern oder den Medien kennen. "Wir müssen verhindern, dass die emotionale Erinnerung verblasst, der zeitliche Abstand zur Gleichgültigkeit führt." Für ihn ist Trauer "unabhängig von Sprache und Religion. Sie ist vor allem Schmerz und Zweifel." Trauer bedeute zudem nicht nur, eigene Erfahrungen zu verarbeiten, sondern sei auch eine Chance, allen Angehörigen zu gedenken, die Leid und Verlust durch Kriege und Gewaltherrschaft erlitten hätten. Lübbens Bürgermeister erinnerte während seiner Gedenkrede nicht nur an die Millionen Opfer, sondern auch an die Not und das Elend der Familien von Toten der Kriege. "Der Volkstrauertag", sagt Lothar Bretterbauer, "sorgt dafür, dass wir die Opfer nicht vergessen."