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Kosanke will Beigeordneter in Dahme-Spreewald werden

Sören Kosanke.
Sören Kosanke. FOTO: dpa
Lübben/Luckau. Der SPD-Landtagsabgeordnete Sören Kosanke ist offenbar als Beigeordneter für den Landkreis Dahme-Spreewald im Gespräch. Entsprechende Informationen aus Potsdamer SPD-Kreisen bestätigte am Freitag der Landrat von Dahme-Spreewald, Stephan Loge (SPD), gegenüber der RUNDSCHAU. iwe/is

"Er hat sich beworben, als einer von knapp 40." Kosanke selbst wollte diese Informationen gegenüber der RUNDSCHAU nicht kommentieren. "Dazu möchte ich mich nicht äußern", sagte Kosanke. Es gebe Vorgänge, die zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht für die Öffentlichkeit bestimmt seien. Er bitte, dies zu respektieren.

Der Teltower Abgeordnete Kosanke gehört seit 2009 dem Potsdamer Landtag an. Er ist dort Vorsitzender des Fachausschusses für Inneres und Kommunales, in der letzten Legislaturperiode leitete er zudem den Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der sogenannten "Krampnitz"-Affäre. Zudem ist er Mitglied des Richterwahlausschusses, der die Ernennungen von Richtern und Staatsanwälten im Land Brandenburg vorbereitet und gehört der Parlamentarischen Kontrollkommission für die Geheimdienste (PKK) an. Seit 2014 ist Kosanke auch Mitglied des Kreistags Potsdam-Mittelmark und gehört dort dem Kreisausschuss an. Zuletzt war der Abgeordnete jedoch in den Schlagzeilen, weil er an einem "Vorwärts"-Gespräch teilgenommen hatte, für das eine zur SPD-Parteizeitung gehörende Werbeagentur 9500 Euro von Vattenfall und einem Kraftwerksausrüster erhalten hatte. Die Opposition hatte ihm darüber hinaus im Sommer 2014 die "goldene Dampfwalze" verliehen - als scherzhafte Auszeichnung für den Abgeordneten des Regierungslagers, der die meisten Oppositionsanträge platt gewalzt habe.

Die Kreisverwaltung Dahme-Spreewald hatte die Stelle eines Beigeordneten öffentlich ausgeschrieben. Die des derzeitigen Finanz- und Wirtschaftsbeigeordneten läuft Anfang März aus. Klar gemacht hatte Landrat Stephan Loge schon zum Zeitpunkt der Ausschreibung im Herbst, dass die Neubesetzung der Stelle mit einer strukturellen Neuordnung der Kreisverwaltung verbunden sein soll. Welche Aufgabenfelder der oder die "Neue" dann übernimmt, sei daher noch nicht konkret zu benennen.