Gut beraten ist, wer die erhöhte Aufmerksamkeit für sich nutzt. Dirk Herrmann beispielsweise, Leiter der Gröditscher Grundschule, stellt die - überwiegend positiven - Ergebnisse einer Elternbefragung für seine Schule den Gemeindevertretern vor. Diese Art von Rechenschaftsbericht gegenüber dem Schulträger ist auch ein Werbeinstrument, weil sie über die Abgeordneten Bürger in allen Ortsteilen erreicht, und weil über solche Sitzungen in der Regel die Presse berichtet, die wiederum Leser erreicht.
So lange der Wettbewerb um Schüler fair ausgetragen wird, ist er zu begrüßen. Zu hoffen ist, dass auch Probleme wie Alkoholismus und andere Drogen, Gewalt oder Extremismus an Schulen offen diskutiert werden. Die Einrichtung Schule, einzementiert zwischen Lehrerstunden und Dienstwegzwang, gewürzt von Stress und Empfindlichkeiten, läuft zu oft Gefahr, in diesen Strukturen zu erstarren. Verlierer sind neben den Schülern die engagierten Lehrer und Leiter. Die wachsende Konkurrenz sorgt bereits für mehr Beweglichkeit und Ideenreichtum. Vorausgesetzt, nicht jede kreative Überlegung für bessere Bildung stößt auf eine Vorschrift.