(is) Ein hellgrüner Stimmzettel wartet auf die Lübbener Wähler am Sonntag. Auf einem Blatt Papier in dieser Farbe stehen neben den Kandidaten für die Stadtverordnetenversammlung auch die für die Ortsbeiräte und Ortsvorsteher in den Stadtteilen. Dabei gibt es Änderungen, aber auch Vertrautes.

Franz Richter und Dieter Krüger, Ortsvorsteher von Steinkirchen und Neuendorf, treten nicht mehr an. In beiden Ortsteilen gibt es jeweils zwei Einzelbewerber. Die Neuendorfer haben die Wahl zwischen dem 1956 geborenen Elektromonteur Wolfgang Klinkmüller und dem 1982 geborenen Kommunalarbeiter Sebastian Rieger. Die Steinkirchener müssen sich zwischen Rezeptionist Marcus Wrege, geboren 1988, und Thomas Budich (1965, Ingenieur und Journalist) entscheiden.

Im Stadtteil Treppendorf gibt es nur einen Wahlvorschlag, über den auf dem Stimmzettel mit Ja oder Nein entschieden wird. Der bisherige Ortsvorsteher Torsten Schade, Kraftfahrzeugmeister, geboren 1967, würde die Aufgabe wieder übernehmen, wenn die Wähler dafür sind.

Bekannte Namen

Bei den Ortsbeiräten dürfte vor allem den Lubolzern so einiges auf dem Stimmzettel sehr bekannt vorkommen. Marita Kabitschke, geboren 1960, Erzieherin, stellt sich einmal mehr zur Verfügung, ebenso die ein Jahr ältere Sekretärin Simone Kuhne. Dritter Wahlvorschlag ist Gastwirt Paul Bruse (1954), der für die Wählergemeinschaft „die Stadtfraktion“ antritt.

Diese stellt für Radensdorf alle drei Wahlvorschläge. Platz eins hat der 1950 geborene Koch Hans-Jörg Schacht, gefolgt von der 1970 geborenen Betriebswirtin Anja Liebsch und dem stellvertretenden Disponenten Thomas Nakonzer (1981).

Für Hartmannsdorf gibt es nur zwei Wahlvorschläge. Das bisherige Ortsbeirat-Mitglied Sylva Greiser, Soldatin, geboren 1978, steht erneut zur Wahl. Neu ist der Wahlvorschlag der Verwaltungsangestellten Carolin Penk, geboren 1987.

Wohin am Wahlsonntag?

Organisatorisch gesehen wird es am Sonntag, 26. Mai, zur Kommunalwahl in Lübben 14 Wahllokale und zwei Briefwahllokale geben, teilt Hauptamtsleiter Michael Hase von der Stadtverwaltung mit. Von den 112 benötigten Wahlhelferinnen und Wahlhelfern waren zwischenzeitlich schon alle gefunden – doch dann sagte eine Person aus gesundheitlichen Gründen wieder ab. „Einen Wahlhelfer oder eine Wahlhelferin suchen wir noch“, bilanziert Hase. Wer sich bereit erklären will, kann sich im Lübbener Rathaus gern melden.

Mehr als die Hälfte der Freiwilligen, insbesondere in den Leitungsfunktionen der Wahllokale, stellt die Stadtverwaltung selbst. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren zudem schon vergangenes Wochenende beim Deutschen Trachtenfest in verschiedenen Funktionen im Einsatz.

Wahllokale gibt es im Stadtgebiet unter anderem an der Liuba-Grundschule, der Völkerfreundschaft, im Rathaus und in den Ortsteilen.

Die Kommunalwahl am kommenden Sonntag fasst die Stimmabgabe für die künftigen Entscheider auf lokaler und regionaler Ebene zusammen. Kreuzchen sind unter anderem für die Lübbener Stadtverordnetenversammlung und den Kreistag, Bürgermeister und Ortsbeiräte zu machen. Am selben Tag läuft auch die Europawahl.