(kkz) Touristen und neu zugezogene Einwohner sollen sich in Lübben besser zurechtfinden. Dieses ferne Ziel verfolgt die Stadt mit dem Fußgänger-Wegeleitsystem. Das Konzept dafür erarbeitete das Landschaftsarchitekturbüro Subatzus und Bringmann aus Großräschen.

Von markanten Punkten, an denen Touristen die Stadt erreichen – beispielsweise der Bahnhof, der Markt oder dem Parkplatz Burglehn – werden unter Berücksichtigung vorhandener Wanderrouten direkte Wege zu wichtigen Zielen in er Stadt ausgeschildert.

Dazu zählen unter anderem der Markt, das Schloss oder die Schlossinsel. Insgesamt 81 Info-, Merk- und Leitpunkte haben die Landschaftsarchitekten innerhalb der Lübbener Innenstadt benannt.

Infopunkte für Lübben-Besucher

An den Infopunkten erhalten die Besucher eventuell in Form eines Stadtplans einen erste Orientierung. Die Merkpunkte weisen auf weitere historisch interessante – manchmal schon verschwundene – Gebäude in Lübben hin. Ein Schild soll dem Besucher die Bedeutung des Objekts näher bringen.

Die Leitpunkte sind allein dazu da, damit der Fußgänger die Richtung zu seinem gewählten Ziel finde. Die verschiedenen Punkte machen es außerdem möglich, verschiedene touristische Routen durch die Stadt auszuschildern. Benannt sind bereits die Naturroute, die historische Route und der Nachtwächterpfad.

Nach dem Beschluss des Fußgängerleitsystems soll nun die Umsetzung erfolgen. Notwendig dafür ist die Entscheidung über die Gestaltung der Wegpunkte. Im Gespräch sind Schilder, digitale Ortungen oder Bodenmarkierungen. Die Stadt verfasst Texte für die verschiedenen Merkpunkte und das Büro Subatzus und Bringmann fertigt in einem ersten Schritt Stadtpläne an.

Lübbener Wegeleitsystem auf Innenstadt beschränkt

Kritisch sehen Stadtverordnete und Ortsvorsteher die Konzentration auf den Ortskern. Das Wegeleitsystem musste auf die Innenstadt beschränkt bleiben, weil dafür Fördermittel aus dem Programm Aktive Stadtzentren verwendet wurden, erklärt Fachbereichsleiter Bauen Frank Neumann. Jedoch sei es möglich das erstellte Kataster auf die Ortsteile auszuweiten und dort ebenfalls Wegpunkte zu markieren.