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| 11:32 Uhr

Kommunaler Erfahrungsaustausch
Gleichberechtigung beginnt vor Ort

  Kommunale Gleichstellungsbeauftragte aus ganz Brandenburg sind zum fachlichen Austausch in der Lübbener Kreisverwaltung zusammengekommen.
Kommunale Gleichstellungsbeauftragte aus ganz Brandenburg sind zum fachlichen Austausch in der Lübbener Kreisverwaltung zusammengekommen. FOTO: LDS
Lübben. Brandenburgs Gleichstellungsbeauftragte tagen in Lübben. Was bringt die Europäische Gleichstellungscharta?

Insgesamt 25 kommunale Gleichstellungsbeauftragte des Land Brandenburg sind in dieser Woche zu einem Fachtreffen im Lübbener Landratsamt zusammengekommen. Die haupt- und ehrenamtlich aktiven Frauen waren auf Initiative der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Dahme-Spreewald, Elke Voigt, zu einer Weiterbildung angereist. Schwerpunkt des zweitägigen Workshops war die Diskussion zur lokalen Einführung der Europäischen Gleichstellungscharta. Diese vom Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) vorgelegte europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf kommunaler und regionaler Ebene gilt als wertvoller Impulsgeber für diesbezügliche Aktivitäten der Kommunen vor Ort.

Den Auftakt bot ein Einführungsvortrag von Roswitha Bocklage, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wuppertal und Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros in Deutschland. Die Referentin gab einen umfassenden Einblick über die Grundlagen, Chancen und Risiken sowie Bedingungen für die Einführung der Europäischen Gleichstellungscharta. Im Mittelpunkt stand dabei die Feststellung, dass Gleichberechtigung vor Ort beginnt. Kommunen können großen Einfluss auf das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger nehmen, indem sie Gleichstellungsaspekte in den verschiedenen Politikfeldern systematisch mitdenken. „Somit bildet die EU-Charta einen guten Handlungsrahmen für die strategische Gleichstellungspolitik, mit deren Hilfe die gleiche Teilhabe aller Menschen an den Ressourcen der Gesellschaft gestärkt und gefördert werden soll“, erklärt Elke Voigt. Entscheidend sei auch, dass die gesellschaftspolitische Verständigung zu Gleichstellungsthemen beim Aufstellen konkreter Aktionspläne der EU-Charta gefördert werde und eine Kommune durch deren Einführung zur eigenen Zukunftsfähigkeit beitrage.

„Die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten ist ein wichtiger Schwerpunkt zum Erhalt und der Weiterentwicklung unserer demokratischen Gesellschaft. In unserem Landkreis sind wir dahingehend durch eine solide Ausstattung des Gebietes sowie der kommunalen Trägerschaft des Frauenhauses gut aufgestellt. Auch im Bereich der Führungskräfte der Kreisverwaltung gibt es mittlerweile eine paritätische Besetzung der fachlich hochwertigen Stellen“, sagte Dahme-Spreewalds Landrat Stephan Loge.

Im Rahmen der Weiterbildungsveranstaltung in Lübben ist zudem Monika von der Lippe als Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg verabschiedet worden. Sie steht dem Kreistag Dahme-Spreewald mit ihrer Fachkompetenz seit Kurzem als Abgeordnete zur Seite.

  Kommunale Gleichstellungsbeauftragte aus ganz Brandenburg sind zum fachlichen Austausch in der Lübbener Kreisverwaltung zusammengekommen.
Kommunale Gleichstellungsbeauftragte aus ganz Brandenburg sind zum fachlichen Austausch in der Lübbener Kreisverwaltung zusammengekommen. FOTO: LDS