Zwei Mitarbeiterinnen der K&S-Seniorenresidenz Lübben sprechen mit der LR über ihren komplett veränderten Alltag durch die Corona-Krise. Sie haben sich Notizen gemacht, und auf einem der Zettel steht ganz oben, fett unterlegt: „Danke für Ihr Interesse.“
Danke für das Interesse der Rundschau an den Herausforderungen, denen sich die Pflegekräfte und anderen Mitarbeiterinnen in der Seniorenresidenz gestellt haben - dieses Danke wird auch im Gespräch wiederholt und unterstrichen. Es ist berührend - sollte es doch genau umgekehrt sein. Sie sind es, denen wir alle zu tiefem Dank verpflichtet sind.
Hygienekonzept und Angehörigenfrust Pflegealltag von Corona auf den Kopf gestellt

Lübben

Dass dieser sich auch finanziell ausdrücken muss, sollte selbstverständlich sein. Gar nicht erst diskussionsbedürftig sollte sein, dass Frauen und Männer, die diese Arbeit tun, nicht auch noch mit Unverständnis, Vorwürfen und Beschimpfungen belegt werden, wenn sie sich in ihrem Alltag an die Corona-Regeln halten.
Doch leider passiert das immer wieder. Es ist nicht in Ordnung. Dass Infektionsschutz eingehalten werden muss, ist klar; dass Angehörige aus diesem Grund ihre Lieben nicht besuchen können, ist die Kehrseite und ein großes Problem, kann aber kein Grund sein, Arbeitskräfte in der Pflege zu beschimpfen. Sie haben das Virus nicht gemacht und stehen in dieser Situation vor einer besonderen Verantwortung.
Angebracht wäre vielmehr, sie dabei zu unterstützen - zum Beispiel, indem man sich an die Regeln hält und in sachlichem Ton kommuniziert, wie auch immer die eigene Einschätzung der Lage ist.