| 16:44 Uhr

Kohlestaub sorgt nach Crash auf der A13 weiter für Probleme

FOTO: Freiwillige Feuerwehr Golßen
Update | Freiwalde. Zwei Laster sind am Montag gegen 15 Uhr bei Freiwalde aufeinander aufgefahren - einer mit Leergut, ein anderer hatte Kohle geladen. Die Autobahn blieb bis in die Nacht in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Am Morgen rollte der Verkehr langsam wieder an. SvD/rdh/bob

Auf der A 13 ging seit Montagnachmittag gegen 15 Uhr gar nichts mehr: Vollsperrung in beide Fahrtrichtungen. Ein Lkw-Fahrer, der Leergut geladen hatte, war auf dem Weg in Richtung Berlin mit Karacho am Stauende auf einen Laster mit Kohle aufgefahren. Leergut und Kohlestaub verteilten sich meterlang auf den Fahrbahnen der A 13 bei Freiwalde. "Zahlreiche Flaschen waren auf mindestens 200 Metern auf der Autobahn verstreut", teilte die Leitstelle Lausitz mit.

Die Beseitigung dauerte bis in die Morgenstunden. Spezialkräfte waren vor Ort, um die Fahrbahnen zu reinigen. Vor allem der Kohlenstaub bereitete den Einsatzkräften Probleme. Droht eine Verpuffung? Experten der Leag und aus Schwarzheide wurden hinzugezogen. Schließlich entschlossen sich die Wehren, den Staub mit Wasser von der Fahrbahn zu spülen.

Der Verkehr aus beiden Fahrtrichtungen wurde von der Autobahn heruntergeführt. Der 34-Jährige, der mit seinem Laster aufgefahren war, konnte nur mit einem Rettungshubschrauber aus der Unfallzone gerettet werden. Er wurde ins Klinikum Lübben geflogen, so Polizeisprecherin Ines Filohn. Der Gesamtschaden wird auf rund 250.000 Euro geschätzt.

Gegen 19.15 Uhr war die Gefahr auf der Fahrbahn Richtung Dresden gebannt. Der Verkehr konnte hier wieder freigegeben werden. In Richtung Berlin dauerten die Arbeiten bis 4 Uhr am Morgen. Der Kohlenstaub-Lkw konnte abgedichtet und nach Schwarzheide geleitet werden. Der zweite Lkw wurde inzwischen auch abtransportiert.

Die Fahrtrichtung Berlin bleibt auch am heutigen Dienstag noch eingeschränkt befahrbar. Nach aktuellem Stand rechnet die Autobahnmeisterei mit der einseitigen Sperrung den gesamten Dienstagnachmittag. Daher ist weiterhin mit Stau zu rechnen.

Problematisch bleibt für die Straßenmeisterei der Kohlenstaub, der nun im Lauf des Tages aus dem Graben an der Unfallstelle entsorgt werden soll. Wie, das wurde am Morgen noch beraten.