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Familienausflug
Kletterspaß und der Blick auf die zehnte Saison

Der Kletterwald in Lübben ist wieder geöffnet. Am Wochenende nutzten viele Besucher das gute Wetter, um auf einem der zehn Parcours zu klettern.
Der Kletterwald in Lübben ist wieder geöffnet. Am Wochenende nutzten viele Besucher das gute Wetter, um auf einem der zehn Parcours zu klettern. FOTO: Andreas Staindl
Lübben. Seit Ostern kann wieder auf verschiedenen Parcours zwischen den Baumwipfeln in Lübben geklettert werden. Kommendes Jahr ist Jubiläum. Von Andreas Staindl

Die neue Saison im Kletterwald in Lübben ist gestartet. Seit Ostern wird wieder auf verschiedenen Parcours zwischen den Baumwipfeln geklettert. Zehn Parcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden stehen zur Verfügung. Sie tragen Tiernamen, heißen etwa Wolf, Eichhörnchen, Dachs und Biber. Je nach Alter kann auf verschiedenen Ebenen geklettert werden. Die Ameise ist der Einsteiger-Parcours. Wer sich einmal mit dem Klettervirus angesteckt hat, kommt oft wieder.

„Wir haben viele Stammgäste, auch aus Lübben und Umgebung“, erzählt Olaf Stöbe. Etwa 21 000 Besucher konnte der Kletterwald-Chef während der neunten Saison im vergangenen Jahr begrüßen. 10 000 Leute sind während der Premierensaison zwischen den Baumwipfeln geklettert. Seitdem steigen die Besucherzahlen jährlich. Olaf Stöbe führt das auf den Spaßfaktor der Anlage, aber auch den hohen Sicherheitsstandart zurück. Er arbeitet mit dem Sicherheitssystem „Coudou Pro“. Ein versehentliches Aushängen ist ausgeschlossen-sehr beruhigend für Eltern und Betreuer. „Wir sind zudem ein verlässlicher Partner. Die Leute wissen, dass wir geöffnet haben, auch wenn das Wetter mal nicht so schön ist. Und wir sind mit mehr als hundert touristischen Partnern der Region vernetzt. Das zahlt sich aus.“

Die Gäste des Kletterwalds kommen aus ganz Deutschland, auch aus dem Ausland. Schulklassen gehören zu den regelmäßigen Besuchern. Drei Viertel von ihnen kommen aus dem Süden Brandenburgs aus dem Raum Cottbus. Auch Schulen in Berlin haben den Kletterwald längst als attraktives Ausflugsziel entdeckt. An Feiertagen oder an Wochenenden klettern vor allem Familien.

Zahlreiche Leute nutzten das schöne Wetter, um über Netzbrücken und Wackelstege von Baum zu Baum zu balancieren oder Distanzen mit der Seilbahn zu überwinden. Tim war einer von ihnen. Der Junge sauste am Seil durch den Wald. Sein Kommentar war eindeutig: „Das macht Spaß, ist richtig cool.“ Sein Freund Rick konnte es kaum erwarten; er war als Nächster dran. „Die Seilbahnen sind eine unserer Höhepunkte“, sagt der Chef des Kletterwalds. „Auch der ´Quick-Jump´ gehört zu den Attraktionen.“ Der Sprung von der zehn Meter hohen Plattform kostet Überwindung und sorgt für Nervenkitzel.

Auch der ganz junge Nachwuchs kann sich im Kletterwald beweisen. Seit dem vergangenen Jahr steht ein Abenteuerspielplatz für Kinder ab drei Jahre zur Verfügung. „Er wird sehr gut angenommen“, sagt Olaf Stöbe. Er will weiter investieren, allerdings immer durch die ökologische Brille und den Klimaschutz im Blick. Um die Bäume noch besser zu schützen, werden die einzelnen Elemente nach und nach noch schonender befestigt. „Die Bäume sind unsere hölzernen Kollegen“, sagt der Chef. „Wir müssen und wollen sie gut behandeln.“

Er bereitet zudem zwei weitere Projekte vor, die im Herbst dieses Jahrs realisiert werden sollen. Zum einen soll ein neues Kassenhaus inklusive Wald-Cafe´ errichtet werden. Außerdem ist eine behindertengerechte Sanitäranlage inklusive Wickeltisch und Dusche geplant. Am 10.April des nächsten Jahres sollen die neuen Einrichtungen eingeweiht werden. Dann feiert der Kletterwald seinen zehnten Geburtstag.