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| 17:23 Uhr

Tourismus
Klein, aber fein: Goyatz verteidigt Titel als „anerkannter Erholungsort“

Der Schwielochsee, Brandenburgs größter natürlicher See, lockt viele Gäste zum Entschleunigen und Sporttreiben in die Region.
Der Schwielochsee, Brandenburgs größter natürlicher See, lockt viele Gäste zum Entschleunigen und Sporttreiben in die Region. FOTO: LR / Tourismus -Entwicklungsgesellsch
Goyatz. Zum nunmehr dritten Mal darf sich der Ortsteil von Schwielochsee mit dem Etikett schmücken.

Das ist ein Meilenstein für Goyatz und die Gemeinde Schwielochsee: Der Ortsteil vor den Toren des Spreewaldes hat erneut den Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“ verteidigen können. Nach 2008 ist es der Gemeinde nun zum zweiten Mal gelungen, das Prädikat zu verteidigen. Im Jahr 1998 hatte man den Titel erstmals für sich gewinnen können. Entsprechend glücklich zeigt sich nun Rainer Hilgenfeld, der ehrenamtliche Bürgermeister von Schwielochsee. „Es ist keine Selbstverständlichkeit, diesen Titel führen zu dürfen“, ordnet er ein. „Wir sind ein kleiner Ort, aber wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und mit unserem Konzept beeindruckt.“

Kontinuierlich hat sich der Ort in Lieberose/Oberspreewald in den zurückliegenden Jahren herausgeputzt und als El Dorado für Urlauber etabliert. „Wir haben unsere touristischen Angebote weiterentwickelt, die Anzahl der Unterkünfte erhöht, aber auch die Grundversorgung vorangetrieben, wenn ich nur an die medizinische Versorgung oder Einkaufsmöglichkeiten denke“, sagt Rainer Hilgenfeld. Dadurch ergibt sich laut Bürgermeister „eine Win-Win-Situation, weil nicht nur Touristen, sondern auch unsere Bürger von der gesteigerten Lebensqualität im Ort profitieren“.

Auch der Kommission vom Landesfachbereich Brandenburg, die Goyatz und den Schwielochsee Ende September unter die Lupe genommen hatte und nun bestätigte, dass man sich auch in den kommenden zehn Jahren mit dem Etikett als Erholungsort schmücken darf, gefiel das Bild, das Goyatz seit vielen Jahren abgibt. „Goyatz hat in den vergangenen zehn Jahren seine positive Entwicklung fortgesetzt und die Anforderungen an einen Erholungsort in guter und sehr guter Qualität erfüllt“, begründet die Kommission ihre Entscheidung. „Das ansprechende Ortsbild sowie die naturräumliche Umgebung – direkt am Schwielochsee – sind geeignet, dem Gast einen erholsamen Aufenthalt zu gewährleisten.“

Auch die Tatsache, dass die Touristinformation im ehemaligen Bahnhofsgebäude mit dem sogenannten „Touchpoint“ über eine interaktive Karte verfügt, mit der sich Gäste mit ein paar Klicks orientieren und über touristische Angebote informieren können, hat bei der Auszeichnung sicher nicht geschadet. Hier macht sich auch die gute und enge Verzahnung mit der Tourismus-Entwicklungsgesellschaft Lieberose/Oberspreewald (TEG) um Geschäftsführerin Jana Lopper bezahlt. „Die TEG verfügt als eine der ersten Touristinformationen im Land Brandenburg über diesen digitalen Touchpoint“, lobt die Kommission. „Die sehr frühe Beteiligung von Goyatz ist Beleg dafür, dass die TEG moderne Möglichkeiten der touristischen Positionierung nutzt.“

Klein, aber fein. Ein weiteres Mal hat es Goyatz also mit viel Leidenschaft und Engagement in die kleine Auswahl der geprüften Erholungsorte geschafft. In anderen Orten gäbe es zwar auch viele Betten, in Goyatz aber stimme zudem die Qualität, ließ ein Kommissionsmitglied verlauten. „In ganz Brandenburg tragen nur 14 Gemeinden den Titel als staatlich anerkannter Erholungsort. Das zeigt schon, dass es relativ selten ist“, sagt Rainer Hilgenfeld.

Der Bürgermeister von Schwielochsee weiß allerdings auch, dass man sich nicht ausruhen darf, will man den Titel in zehn Jahren zum dritten Mal verteidigen. „Es gab natürlich auch Kritikpunkte, und daran wollen wir arbeiten. Wir wollen ein Motor für die Region bleiben.“