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Neue Fassade
Kita Regenbogen ist saniert

Kitaleiter Arno Pötschick und Kita-Praxisberaterin Ina Hennig vor einem Teil der erneuerten Fassade der Schönwalder Kita "Regenbogen". Die Überarbeitung war erforderlich, weil die Fenster aufgrund von Spannungsverhältnissen immer wieder rissen.
Kitaleiter Arno Pötschick und Kita-Praxisberaterin Ina Hennig vor einem Teil der erneuerten Fassade der Schönwalder Kita "Regenbogen". Die Überarbeitung war erforderlich, weil die Fenster aufgrund von Spannungsverhältnissen immer wieder rissen. FOTO: Ingvil Schirling
Schönwalde. Licht waren sie von Anfang an, die Räume der 2002 eröffneten Kita "Regenbogen" in Schönwalde. Doch seit diesem Sommer dürfen die Sonnenstrahlen durch ganz neue Fenster scheinen. Ingvil Schirling

Die Sanierung der Fassade an der Wetterseite ist so gut wie abgeschlossen.

Das Gebäude hatte schon früh Probleme mit Mängeln. Immer wieder rissen Fenster, die ersetzt werden mussten. Mit der jetzt neu vorgesetzten Fassade und neuen Fenstern in Aluminiumrahmen geht die Amtsverwaltung Unterspreewald davon aus, die anhaltend unbefriedigende Situation langfristig gelöst zu haben.

Im Mai hatte der Amtsausschuss einstimmig grünes Licht für die Sanierung gegeben - auch wenn einige Mitglieder ihre Unzufriedenheit mit der Situation deutlich machten. Hauptsächlich während der Schließzeit in den Sommerferien - und im Vorfeld gut organisiert - sollten Streifenfundamente vor die eigentlichen Wände gesetzt und darauf Fassadenelemente aufgebaut werden. Das ist auch so erfolgt. In die neue Fassade wurden wie geplant Aluminiumrahmen eingesetzt. Die vorhandenen Holzfenster wurden herausgenommen, schließlich die alte mit der neuen Fassade verbunden. So entstand ein neues Bild aus einem Guss, das jetzt bis auf kleine Nacharbeiten so gut wie fertig ist. Die Veränderung ist - wie vorgesehen - nicht mehr erkennbar. Die neue Fassade trägt sich selbst und erweitert die Raumgrößen teilweise um mehrere Quadratmeter, weil sie geschätzte 40 bis 50 Zentimeter nach außen versetzt ist. Die entstandenen Flächen sind aufgrund der Größe und Länge der Fensterfronten längst keine Nischen mehr, sondern gut nutzbarer Raum.

Amtsdirektor Jens-Hermann Kleine (CDU), Kitaleiter Arno Pötschick und Praxisberaterin Ina Hennig sind einhellig zufrieden mit den Arbeiten. "Wir hatten keine Einschränkungen", schätzt Arno Pötschick ein. "Von der Belastung her waren die Bauarbeiten für uns kaum zu merken." Ina Hennig ergänzt: "Ich hätte nicht gedacht, dass das so reibungslos über die Bühne geht." Die Firmen hätten "sehr schnell und gut gearbeitet", sagt Jens-Hermann Kleine. Die betroffenen Wände seien auch schon neu gestrichen worden.

176 000 Euro waren für die jetzige Sanierung insgesamt eingeplant. Die Arbeiten wurden geplant und ausgeführt von Firmen aus der Region. Ein Teil des Geldes dürfte das Amt über Gerichtsverfahren erstritten haben, die sich mit den Baumängeln beschäftigten. "Wir haben kaum eines verloren", bilanziert Amtsdirektor Jens-Hermann Kleine. Die Verfahren seien mittlerweile alle abgeschlossen. "Wir haben überall Teilobsiege, wenn auch nicht immer in der Schadenssumme, die wir geschätzt haben." Zur Wahrheit gehört aber auch, dass nicht alle betroffenen Firmen diese Forderungen erfüllen konnten. Einige mussten Kleine zufolge in die Insolvenz gehen. Bei den meisten aber seien die Baumängel mittels Nachbesserungen oder Schadensersatz geklärt worden.

Nun fehlen noch Verkleidungen. Perspektivisch soll in einem nächsten Schritt eine Fassade ebenso am Nordgiebel vorgesetzt werden.

Dass die Ausgabe gut angelegt ist, dafür sprechen die Anmeldungen für die Kita. Anhand der Zahlen ist klar, dass die Kapazität deutlich überschritten wird. Daher wird - genehmigungsrechtlich und bautechnisch abgeschlossen - eine "Notkita" in zwei Räumen neben dem Verwaltungsgebäude gegenüber eingerichtet. Wenn Fördermittel fließen, soll ein Erweiterungsbau errichtet werden (die LR berichtete). Amtsdirektor Kleine lobt die entspannte Atmosphäre in der Kita. "Wir sind davon überzeugt, dass wir nur in einer ruhigen Atmosphäre unseren Bildungsauftrag erledigen können", begründet Kitaleiter Arno Pötschick.