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| 16:37 Uhr

Groß Leuthen
Fenster im sanierten Gemeindehaus erinnert an ehemalige Predigtstelle

Gemeindekirchenratsmitglied Thomas Schulz aus Kuschkow bringt eine Plakette im Gemeindehaus Groß Leuthen an. Sie weist auf die Herkunft des Bleiglasfensters in. Mit dabei: Pfarrer Arndt Klemp-Kindermann und Heidrun Kohts, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates.
Gemeindekirchenratsmitglied Thomas Schulz aus Kuschkow bringt eine Plakette im Gemeindehaus Groß Leuthen an. Sie weist auf die Herkunft des Bleiglasfensters in. Mit dabei: Pfarrer Arndt Klemp-Kindermann und Heidrun Kohts, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates. FOTO: Franziska Dorn
Groß Leuthen. Groß Leuthener Gebäude wird beim Gemeindefest am Sonntag eingeweiht.

In Groß Leuthen steht die Sanierung des Gemeindehauses kurz vor dem Abschluss. Darüber informiert Franziska Dorn vom evangelischen Kirchenkreis Niederlausitz. Innen ziert ein Bleiglasfenster mit einem segnenden Christus das Treppenhaus. Seit diesen Tagen weist eine Plakette auf die Herkunft des Fensters hin und erzählt dabei noch mehr.

Seit Herbst 2017 wird das Gemeindehaus in Groß Leuthen saniert. Mehr als 300 000 Euro sind in das Projekt geflossen. Bis auf wenige Kleinigkeiten ist alles fertig. Dass in diesem Umfang gebaut werden konnte, ist durch Immobilienverkäufe in anderen Orten möglich gemacht geworden. In Wittmannsdorf und Biebersdorf wurden Gemeindehäuser veräußert. Das sei mitunter schmerzlich für die betroffenen Gemeinden gewesen, so Dorn. Ein Bleiglasfenster, angefertigt in den 1990er-Jahren, gehörte einst zur Kapelle in Biebersdorf. Nun hat es einen Platz in Groß Leuthen gefunden. „Zum einen wollten wir dieses schöne Fenster der Öffentlichkeit zeigen. Andererseits soll es auch an die Predigtstelle in Biebersdorf erinnern. Schließlich konnte nur dank der Hausverkäufe die Idee eines Gemeindehauses als Mitte für die ehemaligen sieben Kirchengemeinden umgesetzt werden“, erläutert Pfarrer Arndt Klemp-Kindermann.

In der evangelischen Hoffnungskirchengemeinde Groß Leuthen und Umland ist man überzeugt davon, dass dies ein zukunftsträchtiges Modell ist. Ein nun freundlicher Gemeinderaum mit neuen Möbeln, eine großzügige Ebene mit Holzdielen und offenem Fachwerk unter dem Dach für Christenlehre und Junge Gemeinde, ein modernes Büro und neue Sanitärräume sprechen dafür. Zusätzlich gibt es eine einladende Gästewohnung. Neben Teilen der Verkaufserlöse sind Eigenmittel sowie Projekt- und Fördermittel der Landeskirche und des Kirchenkreises in die Sanierung geflossen.

Eine offizielle Einweihung wird es am Sonntag, 26. August, beim Gemeindefest geben. Der Gemeindekirchenrat und Pfarrer Klemp-Kindermann laden dazu ein. Das Fest beginnt um 14 Uhr mit einem Familiengottesdienst zur Schuleinführung. Gegen 15 Uhr werden Vertreter des Architekturbüros das Haus vorstellen. Schließlich geht es im Gemeindegarten weiter mit Kaffee, Kuchen, kühlen Getränken und Gegrilltem, mit Kinderbetreuung und der Band „Fred and friends“.

(red/pos)