Der Lübbener Hortneubau geht ans Betreuungsnetz – gut zwei Monate nach Eröffnung. Er war bisher nicht möbliert. Das wurde in den Winterferien nachgeholt. Am Freitag waren die Räume zwar längst noch nicht bis in die letzte Kuschelecke gestaltet und es gibt teilweise noch sichtbare Lücken. Die Betreuung der Zweit- bis Fünftklässler kann aber mit dem ersten Schultag nach den Winterferien starten.

Der Neubau war in Modulbauweise größtenteils im vergangenen Jahr hochgezogen worden, weil in Lübben Kita- und Hortplätze fehlen. Über viele Jahre hatte es zuvor massive Beschwerden von Eltern gegeben, weil der Hort in der Jahn-Schule aus allen Nähten platzte. Die Essensversorgung musste beispielsweise in Schichten stattfinden.

Diese ist bereits in den Neubau umgezogen, nachdem der dortige Wasserschaden behoben und die Küche eingeräumt war. Möbel aus dem alten Hort stehen seit Ferienende im Neubau, doch sie reichen LR-Informationen zufolge nicht aus. Weitere sind bestellt und sollen je nach Bedarf eingesetzt werden.

Widersprüchlich bleibt, warum das Bildungsministerium am 6. Januar rückwirkend zum 19. Dezember eine Betriebserlaubnis erteilte. Zu diesem Zeitpunkt waren die Räume noch nicht möbliert. Die Landesbehörde hatte auf LR-Nachfrage erklärt und in Bezug auf die dort geplante Vorschulbetreuung bestätigt: „Für die Erteilung der Genehmigung muss der Träger zunächst die räumlichen Voraussetzungen schaffen.“ Die Räume müssten entsprechend dem Alter der Kinder sicher gestaltet sein.

Das kann am 6. Januar mangels Möbel noch nicht der Fall gewesen sein. Warum die Behörde die Genehmigung dennoch erteilte, erklärte sie trotz mehrfacher LR-Nachfragen nicht, sondern bestätigte lediglich den Fakt.

Da die Genehmigung nun aber vorliegt und die Räume möbliert sind, kann die Betreuung starten.