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| 02:52 Uhr

Kinder erobern das Blaue Band

So schnell kann keiner schauen, wie Mädchen und Jungen das Klettergerüst und die anderen Spielgeräte auf dem Schulhof der 2. Grundschule Lübben in Beschlag nehmen. Das Blaue Band ist der Kunststoffbelag, der als Fallschutz unter den Geräten dient.
So schnell kann keiner schauen, wie Mädchen und Jungen das Klettergerüst und die anderen Spielgeräte auf dem Schulhof der 2. Grundschule Lübben in Beschlag nehmen. Das Blaue Band ist der Kunststoffbelag, der als Fallschutz unter den Geräten dient. FOTO: Hoberg
Lübben. Das ist ein richtiger Knaller zum Schuljahresabschluss: der neue gestaltete Hof der 2. Grundschule Lübben mit vielen Spielgeräten ist fertig. Für alle Beteiligten an dem Vorhaben gibt es von den Kindern mit einem kleinen Programm ein großes Dankeschön. Ingrid Hoberg

"Wir machen heute blau! Wir feiern die Einweihung und dann ist hitzefrei", verkündet Schulleiterin Anke Pommerening und hat damit alle auf ihrer Seite. Doch ganz so schnell geht es dann doch nicht, denn es gibt viele, denen die Schule, die Kinder und die Eltern danken wollen.

Das sind die Bauleute der Firma Veolia aus Hoyerswerda, die auf der Planungsgrundlage von Subatzus & Brinkmann aus Großräschen so zügig gearbeitet haben, dass die Einweihung vorgezogen werden konnte und auch die Schüler der sechsten Klassen den Platz in Besitz nehmen können, die mit ihren Vorschlägen zur Gestaltung beigetragen haben. Nach den Sommerferien werden sie an weiterführenden Schulen unterrichtet.

Zu den dringenden Wünschen der Kinder gehörte ein Klettergerüst. Wie viel Geld in seiner Erfüllung steckt, macht die Schulleiterin deutlich. "Es ist das teuerste Spielgerät auf dem Platz, es hat 18 000 Euro gekostet", sagt sie und sorgt so für großes Erstaunen - sicher nicht nur bei den Schülern, auch bei manchem Erwachsenen. Es wird, wie sich zur Einweihung zeigt, sicher zu den beliebten Geräten gehören und so die Investition rechtfertigen. Erkämpft haben sich Schule und Hort auch einen Sandkasten. "Den wollten die Abgeordneten zunächst nicht, weil sie befürchteten, dass dann Sand herumgeschleppt wird", sagt Anke Pommerening. Nun wurde er doch gebaut und dafür gab's Applaus von den Schülern an die Erwachsenen.

Die Schulleiterin hatte in Vorbereitung auf das 50. Jubiläum, das im nächsten Schuljahr gefeiert werden soll, auch einmal im Archiv gesucht. "1995 zum 30. Geburtstag ist ein neuer Schulhof eingeweiht worden, stand in der Zeitung", erzählt sie. "Es war Zeit für eine Erneuerung." Die Holzpavillons waren schon ganz kaputt - nun gibt es einen neuen, in dem zur Einweihung Eis und andere Leckereien ausgegeben wurden. Auch einen direkten Zugang zum Sportplatz hinter dem Schulhof gibt es dank einer neuen Tür. Wieder ein Wunsch, der in Erfüllung gegangen ist.

Bürgermeister Lars Kolan (SPD) zieht ein kurzes Resümee zur Umgestaltung der Fläche. So ist schon 2014 von Ende Juni bis Anfang September für 84 500 Euro gebaut worden. Der zweite Abschnitt begann im März und ist zum 30. Juni abgeschlossen worden. 265 000 Euro stehen zu Buche, einschließlich neu gestalteter Pflanzflächen. Und der Bürgermeister verweist darauf, dass auf dem Schulhof Feldsteine aus der Stadtmauer als Sitzsteine eine neue Funktion haben.

Die Klasse 3 b drückt es in ihrem Programm am Ende so aus: "Dank an alle Bauer, Planer und auch die Bezahler!"

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