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Keine Winterpause auf der Roseninsel

Ferdinand Muschick
Ferdinand Muschick FOTO: bdx1
Lübben. Während andere dieser Tage mit der eigenen Urlaubsplanung beschäftigt sind, ist Ferdinand Muschick wieder dabei, Prominente aus Politik, Sport und Showgeschäft zum Rosenpflanzen in Lübben einzuladen. "Die Geschichte wird auch 2014 fortgeschrieben. I. Hoberg

Es ist noch viel Platz", sagt der 74-Jährige.

Den Anfang für 2014 hat am 5. Januar die Sängerin Kathy Kelly gemacht. Noch vor ihrem Konzert in der Paul-Gerhardt-Kirche hatte sie eine Edelrose gepflanzt, die nun ihren Namen trägt. "Den Namen bestimmt der Gast immer selbst", erklärt Ferdinand Muschick. Und er ist stolz, dass das allen dank der stimmungsvollen Zeremonie mit Musik von den Jagdhornbläsern, den Brieftauben von Züchter Klaus Altkrüger und Spreewälderinnen in Tracht Lübben in guter Erinnerung bleibt. Unter den Rosenpaten sind viele bekannte Namen. So hat im vergangenen Jahr am 23. August Siegmund Jähn, der erste Deutsche im All, eine Rose gepflanzt, die den Namen seiner Mutter Dora trägt.

Den Reigen der Prominenten hatte 2002 Wolfgang Schmidt eröffnet, von Ferdinand Muschick als "stiller Landrat" und "graue Eminenz" in der stets aktualisierten Liste geführt. Dann folgten Ministerin Johanna Wanka und Bürgermeister Lothar Bretterbauer. 2008 gaben sich die Prominenten fast den Spaten in die Hand. 15 Rosen wurden in diesem Jahr neu gepflanzt. Für das Jahr 2012 ist nur "Die-Schäfer-Rose" von der volkstümlichen Musikantengruppe aufgeführt. Wie Ferdinand Muschick erzählt, ist meist viel Ausdauer gefragt, ehe es mit einem Termin klappt.

Solange es seine Gesundheit erlaubt, will er weiter für Zuwachs auf der Insel sorgen, auf der über 70 Rosen mit Namen von Prominenten gedeihen. "Ivan Rebroff schaut von oben zu und sagt mir: Mach weiter!", erklärt er mit einem Augenzwinkern. Der 2008 verstorbene Sänger hatte am 4. Dezember 2006 eine Rose auf Ferdinand Muschicks Roseninsel gepflanzt.