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| 19:29 Uhr

Grippeschutzimpfung
Ausreichend Grippe-Impfstoff im Spreewald

 Wirksamer Pieks: Für die Impfsaison 2018 gab es vom Robert-Koch-Institut erstmals eine Empfehlung für einen Vierfach-Impfstoff gegen Grippe. Er soll besonders wirksam sein.  Foto :  Ralf Hirschberger/ZB/dpa
Wirksamer Pieks: Für die Impfsaison 2018 gab es vom Robert-Koch-Institut erstmals eine Empfehlung für einen Vierfach-Impfstoff gegen Grippe. Er soll besonders wirksam sein. Foto : Ralf Hirschberger/ZB/dpa FOTO: dpa / Ralf Hirschberger
Lübben. Trotz Lieferengpässen ist die Versorgung gewährleistet.

(lhn) Alle Jahre wieder droht in den Wintermonaten die Grippesaison. Anders als die weitaus häufigere Erkältung kann die echte Grippe den Körper so stark schwächen, dass eine sogenannte bakterielle Sekundärinfektion droht: Bakterien, die eigentlich vom Immunsystem in Schach gehalten werden, können sich nun stark vermehren und schwere Erkrankungen auslösen, etwa eine lebensbedrohliche Lungenentzündung. Eine Grippeschutzimpfung kann deshalb insbesondere bei älteren Menschen, chronisch Erkrankten und bei Schwangeren Leben retten.

Eine Mitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit über knapp werdende Impfstoffe hatte deshalb bereits im November für Besorgnis gesorgt.  Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, das die Grippeimpfstoffe freigibt, betonte jedoch, dass es sich nicht um einen „generellen Versorgungsengpass“ handle.  Die Impfstoffe seien jedoch regional ungleich verteilt.

Für die Landkreise Oberspreewald-Lausitz und Dahme-Spreewald liegt jedoch kein Versorgungsengpass vor. Zwar gebe es mittlerweile europaweit Lieferschwierigkeiten für den Impfstoff, allerdings sei Brandenburg „in einer komfortablen Situation: Die Apotheker konnten bereits frühzeitig den Bedarf ermitteln und entsprechend viele Dosen bestellen“, erklärt Thomas Baumgart, Geschäftsführer vom Apothekerverband Brandenburg. Da die Produktion des Serums eine lange Vorlaufzeit hat, geben Medizinerinnen ihre Bestellung bereits im Frühjahr an die Apotheker weiter. „Die Ärzte unserer Region konnten wir mit ausreichend Impfstoff versorgen“, bestätigt Wolfgang Büttner. „Erst jetzt zu impfen, wäre auch sehr spät.“

Den Lübbener Apotheker freut besonders, dass die Ständige Impfkommission (STIKO) der Robert-Koch-Instituts in diesem Jahr eine Empfehlung für einen vierstämmigen Impfstoff herausgegeben hat: „Dieser Impfstoff bietet deutlich mehr Sicherheit als die Grippeimpfung des letzten Jahres.“ Das neue Serum bietet Schutz gegen vier verschiedene Grippeviren. 2017 wurde ein Impfstoff gespritzt, der nur drei Stämme abdeckte. In der vergangenen Grippesaison 2017/2018 kam es deshalb zu vielen Erkrankungs- und auch einigen Todesfällen.

Im Gesundheitsamt des OSL-Kreises wurden bislang über 200 Grippe-Schutzimpfungen durchgeführt, rechnet Kreissprecherin Marlen Weser vor. Mehr noch: „Es ist ausreichend Impfstoff vorrätig.“ Zum Vergleich: Während der Saison 2017/2018 hatten sich in der Behörde 226 Bürger impfen lassen.

Das Senftenberger Gesundheitsamt bezieht seinen Impfstoff vom Landesamt für Gesundheit. Sollte das Serum knapp werden, seien dort Nachbestellungen möglich, solange der entsprechende Hersteller liefern kann. „Dies ist aktuell möglich“, erklärt Marlen Weser.

Für Brandenburg insgesamt lässt sich eine Steigerung der Grippeschutzimpfungen beobachten: 2016 wurden 568 397 landesweit abgerechnet, 2017 waren es bereits 579 414 Grippeschutzimpfungen, teilt die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg mit. Zahlen für die diesjährige Saison liegen noch nicht vor.