ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:35 Uhr

Feuerwehr
Kein Stadtbrandmeister in Lübben

Lübben. Amtszeit von Bernd Wrege und Stellvertreter endet. Es gibt keine Nachfolger.

Eine ernste Situation hat sich in der Nachfolge des Lübbener Stadtbrandmeisters ergeben. Die Amtszeit des bisherigen Inhabers des Ehrenamtes, Bernd Wrege, endete nach fast 30 Jahren am Mittwoch, ebenso die seiner Stellvertreter Hagen Moser und Norman Bressel. Nachfolger gibt es vorerst nicht.

Darauf hatte aktuell Bernd Wrege hingewiesen, der auf das Thema schon seit langem aufmerksam macht. Auch bei der Versammlung aller Wehren im April war es Thema (die LR berichtete). Nun ist die Amtszeit von Wrege und seinen Stellvertretern zu Ende.

Bürgermeister Lars Kolan (SPD) ging darauf in seinem Bericht vor den Stadtverordneten am Donnerstagnachmittag ein. Daraus ging hervor, dass er die Position zunächst offiziell übernimmt. Dass die wichtigen Ämter nun unbesetzt sind, sei dem Landkreis angezeigt worden.

Die Sache steht im Zusammenhang mit der Stelle eines Sachbearbeiters Brandschutz, für die sich die Verwaltung und die Abgeordneten statt des von der Feuerwehr favorisierten hauptamtlichen Stadtbrandmeisters entschieden hatten. Sie ist ausgeschrieben und es gibt einige Bewerbungen, berichtete Kolan den Stadtverordneten. Die Vorstellungsgespräche sollen in der 28. Kalenderwoche erfolgen. Acht Bewerber gibt es demnach, zumeist aus den Reihen der Feuerwehr.

Trotz aller Appelle von Bürgermeister, Stellvertreter Frank Neumann und dem scheidenden Stadtbrandmeister Bernd Wrege hatte sich kein Nachfolger für die ehrenamtliche Position gefunden. Die Gründe sind laut Bürgermeister Kolan, dass die Ortswehrführer und Stellvertreter ohnehin schon „einen erheblichen Teil ihrer Freizeit für das Ehrenamt Feuerwehr opfern und mehr aus familiärer und beruflicher Sicht nicht geht“, fasste er die Rückmeldungen zusammen.

Ohnehin müsste der neue ehrenamtliche Brandmeister eng mit dem hauptamtlichen Sachbearbeiter Brandschutz zusammenarbeiten, sagen Kolan und Bernd Wrege übereinstimmend. Es gebe das Signal, so Kolan, dass über die Nachfolge von Wrege neu nachgedacht werde, wenn klar sei, wer die hauptamtliche Arbeit übernimmt.

Ungeachtet dessen sei die Feuerwehr uneingeschränkt einsatzbereit, betont Wrege.

(is)