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| 01:10 Uhr

Kein Geld für eine erweiterte Lärmschutzwand

Dahme-Spreewald.. Im September hatte eine Bürgerinitiative den Kreistag um Hilfe gebeten. Wohl wissend um enge Finanzen, wünschte sich die Bürgerinitiative, dass die Lärmschutzwand an der A 13 für die Anwohner von Groß Köris erweitert wird.

Die bisherige Situation sei so, dass auf der einen Seite der Autobahn eine lange Lärmschutzwand entstanden sei, die die Schweriner schütze, auf der anderen nur eine kurze. Dadurch werde der Schall auf die Groß Köriser Seite zurück geworfen, gehe an der schmalen Wand vorbei und belästige die Anwohner.
Im Haushaltsausschuss des Kreises war man sich nun einig, dass das Anliegen der Bürgerinitiative zwar verständlich ist, doch machen könne der Landkreis nichts. Das, sagte Ausschussvorsitzender Jürgen Mertner (SPD), sei eine Sache des Lärmverursachers. Weil das die Autobahn sei, zeichne der Bund für alle Maßnahmen verantwortlich. Er könne sich nicht vorstellen, dass der Kreis, wie beim Bau der Lärmschutzwand auf Schweriner Seite, noch einmal so viel Geld aufbringe. Immerhin werde von einer Summe in Höhe von zwei Millionen Euro gesprochen.
Der Ablehnung konnte auch Norbert Schmidt (CDU) nur beipflichten. „Wir haben die Mittel nicht.“ Ein wenig ironisch klang in der Zusammenkunft an, dass unter diesen Umständen eigentlich nur noch eine - allerdings wohl nicht praktikable - Lösung bleibe: Ein Echo könne es nicht mehr geben, wenn auch die lange Wand wieder verkürzt wäre.
Manfred Zoellner (SPD) als sachkundiger Einwohner sieht für die Bürgerinitiative keinen Anspruch. Er schlug vor, sie solle ein Lärmgutachten erstellen lassen. Und Baudezernent Stephan Loge schloss die Diskussion mit dem Hinweis ab, dass auch der Bauausschuss eine Lärmschutzwand abgelehnt habe, weil die Zuständigkeit „gänzlich beim Bund liegt“ . Das soll der Initiative nun mitgeteilt werden. (km)