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Kampf um die große Spreewaldfrau

Im Laufschritt raus aus dem Wasser. Nach dem Schwimmen folgen Radfahren und Laufen. Eindrücke vom Spreewald-Triathlon in Briesensee.
Im Laufschritt raus aus dem Wasser. Nach dem Schwimmen folgen Radfahren und Laufen. Eindrücke vom Spreewald-Triathlon in Briesensee. FOTO: asd1
Briesensee. Der Spreewald-Triathlon ist beliebt: Die Startplätze für den 28. Lauf waren innerhalb von drei Tagen weg. Beim Radfahren hatten die Teilnehmer diesmal mit heftigem Wind zu kämpfen. Andreas Staindl / asd1

Der Spreewald-Triathlon hat erneut Hunderte Sportler aus mehreren Bundesländern nach Briesensee (Lieberose-Oberspreewald) gelockt. 564 Teilnehmer waren während der 28. Auflage am Samstag dabei. Das Interesse ist weit größer, doch der Platz für den Wechselgarten ist begrenzt. Drei Tage nach Anmeldebeginn waren alle Startplätze weg, wie Frank Schirmer sagt.

Er kümmert sich seit Jahren um die Verpflegung der Veranstaltung. 70 Helfer sichern die Veranstaltung. Der Vorsitzende des Vereins Spreewald-Triathlon, Dietmar Kuhla, versteht es seit Jahren, engagierte Ehrenamtliche als Unterstützer zu begeistern. Die Teilnehmer kommen ohnehin gern nach Briesensee. Torsten Bock aus Lübben war in diesem Jahr zum 21 .Mal dabei. "Der Spreewald-Triathon ist eine sehr schöne und familiäre Veranstaltung", sagt er. "Ich freue mich schon immer darauf." Das Ergebnis ist ihm nicht wichtig: "Ich will einfach dabei sein, zumal der Wettkampf fast vor meiner Haustür stattfindet." Torsten Bock hatte den Schnuppertriathlon (0,5/19/5) gewählt. Auch Guido Graßmel war in diesem Wettbewerb unterwegs. Der Luckauer hat sich die drei Disziplinen allerdings mit zwei anderen Sportlern seines Vereins "Kornkäfer Luckau" geteilt und sich am Staffel-Triathlon beteiligt. Die Kornkäfer sind am Ende 13. von 27 Staffeln geworden. "Es hat Spaß gemacht", sagt Guido Graßmel. "Triathlon ist eine sehr spannende Sportart."

Seine Frau Nadine war als Einzelstarterin nur etwa fünf Minuten langsamer als die Staffel der "Kornkäfer". Das Trio gewann zudem den internen Wettkampf gegen seinen Vereinskameraden Jan Zimmermann, der Sechster seiner Altersklasse wurde.

Über die Olympische Distanz (1,5/42/10) wurden die kleine Spreewaldfrau und der kleine Spreewaldmann ermittelt. Karsten Apel (Hartmannsdorf), Gerrit Nabrat (Lubolz) und Gundolf Schmidt (Luckau) vom Luckauer Läuferbund (LLB) stellten sich dieser Herausforderung. Sie hatten wie alle anderen Teilnehmer mit dem teils heftigen Wind auf der Radstrecke zu kämpfen. Auch das aufgewühlte Wasser forderte zusätzliche Energie. Dennoch: "Der Wettkampf hat großen Spaß gemacht", sagt Karsten Apel. Mario Hädicke und Thomas Vanselow (beide Lübben/LLB) waren die regionalen Starter über die Mitteldistanz (2,2/84/20). Auf dieser Strecke wurden die große Spreewaldfrau und der große Spreewaldmann gesucht. Mario Hädicke platzierte sich im ersten Drittel. Er lief die abschließenden 20 Kilometer in der 22. besten Zeit aller 129 Starter der Mitteldistanz.

Die Faszination Triathlon scheint ungebrochen. Jörg Rackwitz aus Bornsdorf (Heideblick) brachte sie den Zuschauern in Briesensee mit viel Kompetenz und Fachwissen näher. Er moderierte die mehrstündige Veranstaltung. Der Spreewald-Triathlon hat familiären Charakter, ist publikumsfreundlich und einer der sportlichen Höhepunkte der Region. Schon am Vorabend wird traditionell zum Auftakt mit Live-Musik und Anschwimmen eingeladen.

www.spreewald-triathlon.de