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Städtebau
Jury würdigt Lübbens Innenstadt-Projekt

Lübben. „Stadt.Raum.Spree“ in der Kreisstadt kommt beim Brandendenburgischen Baukulturpreis gut an.

Die Jury des Brandenburgischen Baukulturpreises hat dem Lübbener Bauprojekt „Stadt.Raum.Spree“ eine Anerkennung für eine Initiative ausgesprochen. Inhalt des Projektes war die Gestaltung des westlichen Altstadtrandes zwischen der Brücke Wassergasse und dem Ernst-von-Houwald-Damm. Es wurde in Zusammenarbeit mit dem Büro Nagler & Partner Cottbus, der Degat Planungsgesellschaft Cottbus sowie dem Ingenieurbüro Prokon Kolkwitz verwirklicht.

„Durch den sensiblen Umgang mit Vorgefundenem entstand ein erkennbarer eigenständiger linearer Raum, der die Spree als Stadtkante sichtbar und erlebbar macht“, lobte die Jury. Kernprojekte im Gesamtraum waren die Stärkung der Wegebeziehungen zwischen der Altstadt und den angrenzenden Stadtquartieren und die Freistellung der Stadtansicht. Außerdem spielten die Wiederherstellung des Eingangs in die City über die „Neue Stadtmauer“ sowie die Schaffung neuer Orte an der Spree eine Rolle. Der nördlich gelegene „Spreebalkon“, die neue Spreetreppe mit Zugang zum Wasser und das „Schleusenkino“ als südlichem Abschluss wurden ebenfalls beannt. informiert die Stadtsprecherin Dörte Ziemer. „Die Jury hatte sich vor ihrer Entscheidung selbst ein Bild von dem Projekt gemacht“, so Dörte Ziemer.

Dabei hatte die Jury der Stadt Lübben „für die langjährige, kontinuierliche Entwicklung“ ihre Anerkennung ausgesprochen. „Mit kleinen Interventionen und einem langen Atem entsteht Stück für Stück nach dem Verlust der Stadt“ nach dem Zweiten Weltkrieg „ein neues, eigenes Stadtbild.“ Mit der Anerkennung möchte die Jury den Planern auch Mut machen: „Die hohen, eigenen Ansprüche an die Gestaltung sollten maßstabgebend sein für die Vergabe von städtebaulich wichtigen Grundstücken an private Investoren“, so die Jury.

Der Brandenburgische Baukulturpreis ist in dieser Woche in Potsdam verliehen worden. Als Sieger wurden die Architekten des Evangelischen Gemeindehauses in Finsterwalde, eines Hauses komplett aus Backstein geert.

Drei Sonderpreise gingen nach Potsdam. Insgesamt hatten sich 39 Projekte für den Baukulturpreis beworben, darunter Einfamilienhäuser, Kitas sowie öffentliche Gebäude. Eine weitere Anerkennung für eine Initiative ging an Studierende der Fachhochschule Potsdam, die einen Interimsneubau für ein Studentencafé  vom Entwurf, über die Planung bis zur Ausführung in Eigenregie realisiert hatten. Mit der Anerkennung für eine Initiative werden also keine Bauten, sondern Prozesse geehrt.