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| 18:15 Uhr

INA Lieberose
Junge Geschäftsführer mit Plan für INA Lieberose

Zur Unterzeichnung der Verträge zwischen INA, Stiftung Naturlandschaften und Forst saßen die INA-Geschäftsführer Joachim Faßmann und Lucas Opitz (von links) mit Andreas Meißner von der Stiftung und Ralf Rüthnik als Vertreter der Landesforst an einem Tisch.
Zur Unterzeichnung der Verträge zwischen INA, Stiftung Naturlandschaften und Forst saßen die INA-Geschäftsführer Joachim Faßmann und Lucas Opitz (von links) mit Andreas Meißner von der Stiftung und Ralf Rüthnik als Vertreter der Landesforst an einem Tisch. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Lieberose. Joachim Faßmann und Lucas Opitz übernehmen Führungsposition bei Internationaler Naturausstellung. Von Ingvil Schirling

Die neue Führung der INA Lieberoser Heide ist eine Überraschung. Das Großprojekt wird von gleich zwei Männern geleitet, und jung sind sie auch. „Wir sind vielleicht auf den ersten Blick nicht gerade das, was man sich als Geschäftsführer der INA Lieberoser Heide so vorstellt“, sagt Joachim Faßmann mit Augenzwinkern: „Mitte 40 und mit viel Erfahrung“, zitiert er aus einem Stellenprofil, das naheliegend wäre. Doch die INA-Gesellschafter hatten sich nach der Gründung bei der Auswahl der Geschäftsführer mutig gezeigt und abseits des erwarteten die beiden jungen Herren angestellt. Erstmals traten Joachim Faßmann und Lucas Opitz, beide 29, bei der offiziellen Eröffnung der Büroräume im ehemaligen Landambulatorium in Lieberose für Gäste und Interessierte in Erscheinung.

Beide kennen sich seit zehn Jahren und haben sich als „Gesamtpaket“ auf die Stelle beworben – eine Strategie, die aufging. Sie sind Absolventen eines Masterstudiums in Stadt- und Regionalplanung an der BTU Cottbus und arbeiten gemeinsam mit einem dritten Kollegen seit einigen Jahren im „Kollektiv Stadtsucht“ in Cottbus zusammen. Dort und bei den bisherigen Arbeitsstationen in Kaiserlautern oder auch bei der IBA standen Planung und Moderationsprozesse, Kommunikation und Konzeption, das Organisieren, Grafiken erstellen und Konzepte schreiben im Vordergrund. Alles Fähigkeiten, die für die INA ausgesprochen nützlich sind – geht es doch darum, das Großprojekt mit der Region und ihren Bewohnern gemeinsam weiterzuentwickeln.

Beides wird daher auch parallel weiterlaufen, bestätigt Lucas Opitz auf LR-Nachfrage. „Wir haben beide jeweils eine 50-Prozent-Stelle bei der INA und nutzen die restliche Zeit für das Kollektiv Stadt sucht und private Projekte.“

Ziel für die INA sei, Projekte zu entwickeln, die langfristig funktionieren, betont Joachim Faßmann mit Blick auf das Schloss. „Es könnte ein Flaggschiff sein“, sagt er, doch die Frage sei, wer es nach einer möglichen Teilsanierung wie betreiben könne. Was derzeit an ersten Ideen dazu ausgebrütet wird, möchten die beiden jungen Männer noch nicht sagen. „Wenn man solche Ideen zu früh kommuniziert, verpuffen sie“, sagt Lucas Opitz. Seit der Büroeröffnung seien bereits einige Gespräche geführt und Projekte angestoßen worden.

Die Region darf also weiterhin gespannt sein. Denn nach dem langen Warten auf die INA-Gründung ist es es jetzt eine der wichtigsten Aufgabenstellungen, sichtbare Projekte so schnell wie möglich umzusetzen, hatten mehrere Vertreter der Gesellschafter während der Einführung der Geschäftsführer betont.