ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:39 Uhr

Juli ist der regenreichste Monat

Lübben. Der Wechsel von Hoch und Tief hat nicht nur auf der Wetterkarte für Turbulenzen gesorgt, auch die Spreewälder kamen in manch heftige Dusche. "Dass der Juli der statistisch regenreichste Monat im Jahresverlauf ist, dürfte uns in dieser Woche wieder bewusst geworden sein", sagt Frank Selbitz. red/ho

Der Lübbener beobachtet mit der Wetterstation Blumenfelde seit Jahrzehnten das Wetter und liefert Daten an den Deutschen Wetterdienst. "Vor allem Starkniederschläge im Zusammenhang mit Gewittern führten in den letzten Tagen zu Regen-,Fluten' über dem Spreewald", sagt er. Da diese jedoch oft nur aus lokal begrenzten Gewitterzellen fielen, waren die Regenmengen auf kleinstem Raum sehr unterschiedlich, erklärt der Hobbymeteorologe. So wurden am Montag, 10. Juli, auf der Wetterstation Blumenfelde 14 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen, während im Lübbener Osten, in der Kleinbahnstraße, 51 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde gefallen sein sollen. Am Mittwochabend registrierte die Wetterstation Blumenfelde bei einem Starkregen 18,6 Liter Niederschlag. Als außergewöhnlich sind die im Lübbener Osten gefallenen Regenmengen trotzdem zu bezeichnen, denn die höchste in Blumenfelde in den vergangenen 30 Jahren gemessene Regenmenge betrug 68 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde. "Stellen wir diese Regenmengen jedoch ins Verhältnis zu den ca. 250 Litern pro Quadratmeter, die am 29. Juni nördlich von Berlin fielen, dann kann man vom sprichwörtlichen ,Tropfen auf dem heißen Stein' sprechen", sagt der erfahrene Wetterbeobachter.