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| 17:15 Uhr

Welt-Aids-Tag
Junge Liebe und große Fragen auf der Leinwand

Lübben. Der Landkreis Dahme-Spreewald beteiligt sich mit den Jugendfilmtagen am Welt-Aids-Tag.

(red/lhn) Diskriminierung tut weh − sie macht krank, sie hemmt die Inanspruchnahme von Hilfsangeboten. Deshalb lautet die Kernbotschaft des Welt-Aids-Tages 2018: „Stopp Diskriminierung von Menschen mit HIV“. Sie will Nichtbetroffene anregen, die eigene Denk- und Verhaltensweise gegenüber HIV-Positiven zu überprüfen, damit Menschen mit und ohne HIV im Alltag entspannt zusammenleben und arbeiten können.

„In diesem Zusammenhang ist es für den Landkreis Dahme Spreewald auch 2018 wieder selbstverständlich, das Hauptaugenmerk auf die notwendige Präventionsarbeit zu legen und junge Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren“, sagt Gesundheitsdezernent Carsten Saß. Anlässlich des Welt-Aids-Tages veranstaltet das Gesundheitsamt des Kreises zusammen mit dem Landesprojekt Filmernst deshalb die Jugendfilmtage. Sie stehen in diesem Jahr im Zeichen der „ersten Liebe“.

Der Film „Max Minsky und ich“ für die Klassenstufen fünf bis sieben erzählt von Freundschaft, Schwärmerei und Durchsetzungsfähigkeit: Nelly will schnellstmöglich ins Basketballteam ihrer Schule aufgenommen werden, denn die jungen Sportlerinnen werden den Prinzen von Luxemburg treffen, für den Nelly schwärmt. Ihr Trainer ist der 16-jährige Max Minsky, dem Nelly bis zu einer emotionalen Wende eigentlich gar nichts abgewinnen kann. Nebenbei vernachlässigt sie auch die Vorbereitungen für ihre Bat-Mizwa – Stress ist also vorprogrammiert.

„Keeper“ für die Klassenstufen acht bis zwölf widmet sich dem Thema Teenieschwangerschaft. Mélanie, 15, ist schwanger und hin- und hergerissen. Ihre Mutter will, dass sie abtreibt, die Eltern ihres Freundes Maxime bieten ihr ihre Unterstützung an. Mélanies und Maximes junge Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt. Am Ende muss Melanie eine weitreichende Entscheidung treffen.

„Die Filme werfen die Frage auf, wie wir bewusst mit unserem und mit dem Körper des Anderen umgehen“, sagt Carsten Saß über die Filmauswahl. Heute gehe es in der Prävention nicht mehr darum, ein möglichst abschreckendes Bild von HIV und Aids zu zeigen, sondern Kinder und Jugendliche anzuregen, sich mit ihrem Körper, ihren Gefühlen und ihren Wünschen auseinanderzusetzen.

Die Filme werden am 28. und 29. November jeweils um 8.15 Uhr (“Max Minsky und ich“) und um 11.30 Uhr (“Keeper“) mit anschließendem Gespräch im Kino „Capitol“ in Königs Wusterhausen gezeigt.

Kurzfristige Anmeldungen sind noch unter der Telefonnummer  03378 209162 möglich.