ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:49 Uhr

Johannismarkt in Straupitz gefeiert

Der Kahnkorso als Höhepunkt des Straupitzer Johannismarktes zog am gestrigen Sonntag zahlreiche Besucher an.
Der Kahnkorso als Höhepunkt des Straupitzer Johannismarktes zog am gestrigen Sonntag zahlreiche Besucher an. FOTO: Jürgen Harnath/jhh1
Straupitz. Straupitz hat am Wochenende zum traditionellen Johannismarkt geladen. Was vor 21 Jahren klein begann, hat sich zu einem der größten Volksfeste der Lausitz gemausert. Ein Jahr lang hatte der Heimat– und Fremdenverkehrsverein das Ereignis vorbereitet. Jürgen Harnath / jhh1

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Zahlreiche Besucher aus nah und fern erlebten Kultur, traditionelles Handwerk und so manches Kulinarische auf dem Markt. Die fleißigen Frauen des Kornspeichers boten an ihren Ständen neben frischgebackenen Kuchen und hausgemachten Likören so manches Wissenswerte zum historischen Gebäude Kornspeicher. Die Gäste sahen dem Schmied bei der Arbeit zu oder erwarben beim Korbflechter so manches schöne Stück. Ein "Renner" war das Holzofenbrot der Bäckerei Vater. Natürlich waren auch die "Straupitzer Plinse Frauen" dabei. Deren Stand wurde pausenlos dicht umlagert.

Ein umfangreiches Kulturprogramm umrahmte die Veranstaltung. "Die Niewitzer Blasmusikanten", "Andreas Schenkers Schlagershow" oder die "Lausitzer Oldstyle Company" sorgten für ausgelassene Stimmung. Aber auch zwei Stargäste hatte man in diesem Jahr aufgeboten. War es am Samstag Country-Legende Peter Tscherning, präsentierte sich am Sonntag Gerd Christian.

Sehr viel Beifall bekam der Auftritt der Trachtengruppe Straupitz, die mit ihren Tänzen für Begeisterung sorgten. Die Trachtengruppe "Nowa Niwa" zeigte neben sorbischen auch traditionelle deutsche Tänze wie Polka und Rheinländer. Außer sorbischem Kulturgut, widmet sich "Nowa Niwa" einer alten Kulturpflanze: dem Flachs. Am 24. August findet das Schauernten bei Caminchen statt.

Familie Sternei aus Gelnhausen nutzte das durch den Brückentag (in Hessen war Donnerstag Feiertag) lange Wochenende für einen Spreewaldbesuch. "Wir wollten schon im vergangenen Jahr kommen, aber da gab es ja diese Nachrichten vom Hochwasser im Spreewald" sagte Anja Sternei. Neben einer Kahnfahrt in den Hochwald wollten sie unbedingt noch den Johannismarkt besuchen. "Freunde von uns waren vor ein paar Jahren hier und begeistert. Und wir sind es auch. Straupitz hat auch außer dem Markt eine Menge zu bieten. Wir kommen bestimmt mal wieder." so Matthias Sternei.

Höhepunkt und Abschluss des vom Heimat- und Fremdenverkehrsverein um Vorsitzende Bärbel Scherbatzki organisierten Johannismarkts, der seit dem vergangenen Jahr an zwei Tagen stattfindet, war am Sonntag traditionell der Kahnkorso. Für die mit viel Liebe und Fantasie gestalteten 13 Kähne gab es so manches "Ah" und "Oh" vom zahlreichen Publikum am Straupitzer Hafen.