Wie die LMBV-Planungsleiterin berichtete, führe an dem Bau des Südgrabens kein Weg vorbei. "Dieser soll das Wasser, das aus dem Niederlausitzer Grenzwall in die Ortslage drückt, auffangen und über das Chransdorfer Fließ geordnet ableiten", erklärte Martina Möller. Ohne wirksame Grundwassergefahrenabwehr wären in Altdöbern 448 Gebäude gefährdet, davon 250 Wohngebäude.

Das hätten Studien ergeben, bei denen ein Prognosewasserstand ermittelt wurde, zuzüglich eines Differenzbetrages von 80 Zentimeter und weiteren 30 Zentimeter, um Kapillarwirkungen auszuschließen. "Der benachbarte Altdöberner See hat keine Auswirkungen auf Ort und Südgraben", betonte Martina Möller und rief in Erinnerung, dass die LMBV nicht zum Bau des Grabens verpflichtet sei.

Im Gegensatz zum permanenten Abpumpen würde mit dem Bau des Südgrabens eine dauerhafte und vergleichsweise kostenverträgliche Lösung der Grundwasserproblematik erreicht. "Das Projekt setzt jedoch den Ausbau des Chransdorfer Fließes voraus", so Martina Möller. Betroffen zeigten sich Teilnehmer der Info-Veranstaltung, dass etwa fünf Hektar Wald gerodet werden müssen und der Graben auch Auswirkungen auf die Altdöberner Teichlandschaft nach sich ziehe.

"Muss der Salzteich im Park abgesenkt werden und bekommt der Anglerverband rechtzeitig Bescheid, um abzufischen und den Besatz umsetzen zu können?", wollte Gerhard Slowik wissen. "Der Salzteich muss entschlammt und möglicherweise auch dauerhaft um einen halben Meter abgesenkt werden", entgegnete Martina Möller. Bei anderen Teichen erwägen die Bergbausanierer zum Gewässererhalt das Zuführen von Stützungswasser. So soll der Schmidtsteich, am Freibad, durch eine 560 Meter lange Rohrleitung (Bypass) mit Wasser gespeist werden. Jürgen Barran regte das Anlegen einer separaten Baustellenzufahrt an: "Sowohl die Waldstraße als auch die Straßen in Richtung Chransdorf dürften den Belastungen nicht gewachsen sein, gab der Altdöberner zu Bedenken. Hans-Joachim Emmrich (Buchwäldchen) wollte wissen, ob der Einbau von Staustufen in der Grabensohle erwogen wird, um so auch in Trockenperioden Wasser für Flora und Fauna zurückzuhalten. "Wir gehen davon aus, dass der Graben ständig Wasser führen wird. Was die Gewässergüte anbetrifft, werden wir dieses auch ungefiltert in die Vorflut bringen können", antwortete Martina Möller.

Positiv: Das Grundwasser drücke aus Schichten in den Graben, die keine Eisenhydroxid-Belastungen hervorrufen sollten. Die LMBV-Planungsleiterin würdigte die Dialogbereitschaft der Gemeinde, des Amtes, der Bürgerinitiative und der Einwohner. Für offene Fragen stehe die LMBV oder die vermittelnde Bürgerinitiative um die Altdöberner Bernd Schmidt und Eberhard Krause zur Verfügung.

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Nach Abholzung soll 2015 mit dem Bau des Südgrabens begonnen werden. Geklärt werden müsse die spätere Widmung und Übernahme des Objektes. Nach jetzigen Schätzungen geht die LMBV von jährlichen Unterhaltungskosten von 35 000 bis 45 000 Euro aus. Trotz Grabenbaus seien weitere 17 Einzelhaussicherungen erforderlich. In diesem Jahr wurde mit dem ersten Objekt begonnen.uhd1