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| 16:17 Uhr

Breitband-Ausbau
Schnelles Internet: Großer Bahnhof für den nächsten Schritt

 Ans Breitband gekettet? Wer weiß. Mithilfe der blauen Bändchen auf jeden Fall gut geerdet schalteten Vesta von Bossel (Telekom), Wirtschaftsminister Jörg Steinbach und Landrat Stepan Loge (SPD) einen Kabelverzweiger bei Krausnick hoch, sodass dort – wenn der Vertrag es zulässt – ab heute mit einer Geschwindigkeit von 40 mbit im Up- und 92 im Download Daten übers Internet verarbeitet und verschickt werden können.
Ans Breitband gekettet? Wer weiß. Mithilfe der blauen Bändchen auf jeden Fall gut geerdet schalteten Vesta von Bossel (Telekom), Wirtschaftsminister Jörg Steinbach und Landrat Stepan Loge (SPD) einen Kabelverzweiger bei Krausnick hoch, sodass dort – wenn der Vertrag es zulässt – ab heute mit einer Geschwindigkeit von 40 mbit im Up- und 92 im Download Daten übers Internet verarbeitet und verschickt werden können. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Lübben. Medienwirksam haben Wirtschaftsminister und Telekom-Vorstandsbeauftragte die Surfgeschwindigkeit in Krausnick hochgeschaltet. Für den Breitband-Ausbau wurden außerdem die Fördermittel übergeben. Von Ingvil Schirling

Als einer der im Rahmen des Spreewaldloses ausgebauten Kabelverzweiger ist am Mittwoch der am Krausnicker Ortsausgang in Richtung Groß Wasserburg befindliche mithilfe einer Karte hochgeschaltet worden. Im nahegelegenen Landhotel konnten die Gäste des feierlichen Akts direkt nachvollziehen, wie schnell das Internet damit auf einen Schlag wurde. Statt zuvor knapp zwei mbit pro Sekunde waren von jetzt auf gleich 40 fürs Hoch- und knapp 93 für das Herunterladen von Daten übers Netz möglich. Zumindest theoretisch, wenn der individuelle Vertrag das hergibt.

Doch nicht nur zu diesem Akt, der einen wichtigen Meilenstein im Rahmen des Internetausbaus über das lang verzögerte „Spreewaldlos“ bedeutet, hatten sich Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach und Telekom-Vorstandsbeauftragte Vesta von Bossel mit Landrat Stephan Loge in Krausnick getroffen. Dazu kam Ulf Freienstein als Vertreter einer nachgeordneten Bundesgesellschaft, um den nächsten wichtigen und heiß ersehnten Meilenstein einzuleiten: Die Übergabe des Zuwendungsbescheids für den Breitband-Ausbau, für den sich der Landkreis schon seit April 2015 einsetzt.

Beim Spreewaldlos war es der aufwendige Tiefbau in der Fließlandschaft gewesen, der die Arbeiten um Jahre verzögerte, beim Breitband die kurzfristig eingeschobene Möglichkeit, doch auf Glasfaser bis zum Hausanschluss zu gehen, und die komplexe Beantragung. Der Kreistag beschloss, bei der ursprünglichen Planung zu bleiben, die noch auf Kupferkabel für das letzte Stück setzt, deren Ersatz durch Glasfaser aber bereits vorgesehen ist. So wurde Zeit gespart. Dahme-Spreewald ist, das wurde gestern bestätigt, der erste Landkreis, der die Zuwendung entgegennehmen darf.

Mit 17,1 Millionen Euro, davon 8,6 vom Bund, 6,8 Millionen vom Land und 1,7 Millionen Euro aus der LDS-Kasse sollen weitere 5700 Haushalte, 170 Unternehmen und 63 Schulen in Dahme-Spreewald ans schnelle Internet angeschlossen werden. Ende 2020 soll dann erreicht sein, dass insgesamt 96 Prozent aller Haushalte mit mindestens 50 mbit/s ins Netz gehen können.

 Weiter geht‘s mit dem nächsten Schritt in Sachen schnelles Internet: Von Jörg Steinbach und Ulf Freienstein als Vertreter einer Bundes-Gesellschaft nahm Landrat Loge den Zuwendungsbescheid für den  Breitband-Ausbau entgegen.
Weiter geht‘s mit dem nächsten Schritt in Sachen schnelles Internet: Von Jörg Steinbach und Ulf Freienstein als Vertreter einer Bundes-Gesellschaft nahm Landrat Loge den Zuwendungsbescheid für den  Breitband-Ausbau entgegen. FOTO: LR / Ingvil Schirling

Offen ist, was aus den verbliebenen vier Prozent wird, den letzten „weißen Flächen“ des Internets in LDS. Denn grob 40 Prozent davon werden nur von ein bis zwei Haushalten bewohnt, weitere 40 von bis zu zehn und nur 20 von mehr als zehn Haushalten – eine große Herausforderung an die Wirtschaftlichkeit.

Im übernächsten Schritt sollen dafür Ideen entwickelt werden. Das gilt auch für Lösungen, wenn einzelne Haushalte oder Unternehmen eine noch höhere Ladekapazität des Internets brauchen. Im nächsten Schritt soll der dritte Teil des Spreewaldloses umgesetzt werden und die Planung für den Breitbandausbau, der vor allem Haushalte versorgen soll, die bisher noch kein schnelles Netz haben, vorangetrieben werden.

Entstanden ist diese auf Basis der Arbeit der regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewalds mit Geschäftsführer Gerhard Janßen und Mitarbeiterin Jana Carouge.